Mittwoch, Juli 20, 2016

Gefüllte, gegrillte Spitzpaprika

Letztens gabs mal wieder einen Spontankochbuchkauf: Im Schaufenster gesehen, durchgeblättert, mitgenommen: Es geht um Anne-Katrin Webers "Party- und Fingerfood Deftig vegetarisch". Von ihrem Streetfoodbuch war und bin ich ziemlich begeistert und habe schon einige Gerichte nachgekocht.

Im neuen Buch findet man nicht nur Rezepte für Büffets, Grillfeiern, Rezepte fürs Feiern im Freien und Getränke sondern auch Tipps zur Planung und Vorbereitung von Feiern (einige zwar recht logisch, aber nochmal aufschreiben schadet ja nicht..). Das erste Durchblättern hinterlässt einen guten Eindruck, die Post-Its kleben schon ;).

Das erste nachgekochte Gericht ist eins von der ganz einfachen Sorte - ich hatte noch Spitzpaprika im Kühlschrank, die sollten weg. Eigentlich handelt es sich bei den gefüllten Spitzpaprika um ein Grillgericht - bei uns auf dem Balkon ist Grillen leider untersagt, so haben wir kein Grillgerät. Backofengrill funktioniert aber auch!


Gefüllt wird mit Frischkäse-Feta-Oliven-Kräutern, das ist jetzt nix ganz Aufregendes, uns haben die Paprika zusammen mit knusprigem Baguette und grünem Salat aber als sommerliches Abendessen sehr gut geschmeckt. Und die nächste Grilleinladung kommt bestimmt...

Gefüllte Spitzpaprika


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Gefüllte gegrillte Spitzpaprika
Kategorien: Grillen, Vegetarisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

4Lange Spitzpaprika
50Schwarze Oliven, entsteint
2Essl.Oreganoblättchen
1Essl.Thymianblättchen
200GrammFrischkäse (K: Joghurtfrischkäse)
2Knoblauchzehen
200GrammFeta
Pfeffer
Olivenöl

Quelle

Anne-Katrin Weber - Party- und Fingerfood - Deftig
vegetarisch
Erfasst *RK* 20.07.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Paprika waschen, trocken tupfen und der LÄnge nach einschneiden. So gut es geht, Trennwände und Samen herauslösen ohne die Paprika allzuweit zu öffnen.

Für die Füllung Oliven grob hacken und zusammen mit den Kräutern und den Käsen verrühren. Knoblauchzehen dazupressen, pfeffern. Käsemischung in die Paprika füllen und mit Zahnstochern verschließen.

Die gefüllten Paprika auf eine leicht eingeölte Grillschale legen, Bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten grillen, dabei immer wieder mit Olivenöl bepinseln. Alternativ können die Paprika auch einfach im Ofen gebacken werden, die letzten 5 Minuten einfach den Grill zuschalten.

K: Im Backofen gemacht, dazu Baguette - mit einem grünen Salat ein schnelles, unkompliziertes Abendessen. Beim Veggie-Grillen mal eine schöne Alternative zu Fetapäckchen!
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Donnerstag, Juli 14, 2016

Rund um den Zeller Blauen

Letzte Woche war mal wieder Zeit für Wandermittwoch - mittwochs ist mein freier Tag und wenn das Wetter passt und sonst keine Termine anstehen, pack ich gerne meinen Rucksack und setze einen Fuß vor den anderen.


Dieses Mal hatte ich mir eine recht gemütliche Wanderung bei Zell im Wiesental ausgesucht - einmal rund um den Zeller Blauen, anschließend ein Abstecher nach Pfaffenberg und zur Wallfahrtskappele Maria Frieden. Insgesamt gut 14 km, etwa 600 Höhenmeter - ich habe etwa 3,5 Stunden gebraucht, veranschlagt waren 4 Std. 20 Min. (Tour 43, Rother Wanderführer Südschwarzwald).

Über Kuhweiden und entlang blühender Wegränder gehts vom Wanderparkplatz Zimmerplatz bis zur Wegspinne Wolfsacker.



Ab der Verzweigung Oberblauen hat man herrliche Panoramasicht in Richtung Südwesten.



Nur zu erahnen - die Hohe Möhr mit ihrem Aussichtsturm geradeaus, dazu dramatische Wolken.


Ihm kommt man nie aus - das weiße Ding da rechts im Bild ist der Roche Tower in Basel - so weiß man immerhin immer, wo Basel liegt ;).


Maria Frieden wurde nach dem 2. Weltkrieg zum Dank für die Verschonung des Wiesentals erbaut - Maria thront mit Jesulein über dem Regenbogen auch tatsächlich über dem Wiesental, sogar den Turm der Hohen Möhr hat der Maler auf dem Bild mit eingebaut. Vor der Kapelle hat man nochmal einen schönen Blick übers Wiesental.


Dann gehts wieder hoch nach Pfaffenberg, Zeit für eine Stärkung!

Die Einkehr im Berggasthof Schlüssel kann ich nur empfehlen - ganztägig bietet der Gasthof eine Vesperkarte (Montag ist Ruhetag, Dienstag erst ab abends geöffnet), zur Mittagszeit auch ein (für hiesige Verhältnisse und das was geboten wurde) günstiges Mittagsmenü für 22 Euro. Die Portionen waren mir zu groß, drum habe ich mich an Salat und (tollem, aber nicht fotografiertem) Dessert gehalten. Alle Teller, die um mich herum aufgetragen wurden, sahen aber sehr gut aus.
Schöne Terasse mit Blick ins Tal, abends wird ein 5-Gänge Menü mit eher nicht typischen Berggasthof-Gerichten serviert. Wäre evtl. mal einen Besuch wert! Besonders hervorzuheben war der Service - die junge Chefin bediente alle äußerst nett und freundlich, rund um mich herum schienen auch alle anderen Gäste ziemlich begeistert. Einzig ein bisschen Zeit sollte man vielleicht mitbringen - aber das war bei herrlichem Wetter und super Aussicht nun wirklich kein Problem.

Gleich geschafft - Gasthof in Sicht!


Räucherforelle aus dem Nachbarort, dazu selbstgebackenes Brot und reichlich Blattsalat.


Wanderung:
Parkplatz Zimmerplatz - Zimmerplatz - Käserntanne - Wolfsacker - Blauener Ebene - Oberblauen - Zimmerplatz - Pfaffenberg - Maria Frieden - zurück nach Pfaffenberg (hier Einkehr möglich) - Parkplatz Zimmernplatz (Aufstieg zurück zum Parkplatz etwa 15 Minuten)

Berggasthof Schlüssel
Pfaffenberg 2
79669 Zell-Pfaffenberg

Tel: +49 (0) 7625-375
Mail: info@berggasthof-schluessel.de

Mittwoch, Juli 13, 2016

Johannisbeer-Baiserkuchen

Oh du liebe Beerenzeit! Zur Zeit weiß ich gar nicht, welche Beeren ich am liebste esse. Erdbeeren? Himbeeren? Johannisbeeren? Am liebsten alle zusammen.. Aus den ersten Johannisbeeren des Jahres habe ich einen Kuchen mit Baiserhaube und Mandelblättchen gebacken (gefunden bei essen&trinken, leicht abgewandelt), der war sehr hübsch anzusehen und sehr fein aufzuessen.


Nicht zu süß - flaumig - säuerlich. Die Mengenangaben waren ursprünglich für ein ganzes Blech, in Klammern findet ihr die Mengen, wie ich sie für eine etwa 22x22 cm große Brownieform verwendet habe. Nur zu empfehlen!

Johannisbeer-Baiserkuchen



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Johannisbeer-Baiserkuchen
Kategorien: Kuchen, Johannisbeere
Menge: 1 Blech (Angaben in Klammern: kl. Brownieblech ca. 22x22c

Zutaten

750GrammRote Johannisbeeren (K: 300 g TK-Johannisbeeren)
7Eier , (Kl. M) (K: 3 Eier)
200GrammWeiche Butter (K: 70 g)
370GrammZucker (120 g)
1Pack.Vanillezucker (10 g)
Salz
300GrammMehl (K: 100 g)
60GrammStärke (K: 20 g)
1Pack.Backpulver (K ca. 1/3 Packg.)
150mlMilch (K: 50 ml)
4Essl.Puderzucker (K: 2 EL)
3Essl.Mandelblättchen

Quelle

www.essen-und-trinken.de
Erfasst *RK* 24.06.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

1. Johannisbeeren von den Rispen streifen (K: TK-Beeren verwendet, nicht vorher aufgetaut). 4 Eier (K: 2 Eier) trennen. Eiweiß kalt stellen. Butter,170 (K: 70 g) Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers mind. 8 Min. schaumig schlagen (K: Küchenmaschine!). Eigelb und 1 ganzes Ei nacheinander je 1/2 Min. unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren.

2. Teig auf einem gefetteten Backblech (40x30 cm) (K: kleine quadratische Brownieform, ca. 22x22 cm) gleichmäßig verteilen. 1/3 der Johannisbeeren darüber streuen. Im heißen Ofen bei 180 Grad auf der mittleren Schiene 20 Min. backen (Umluft 160 Grad).

3. Inzwischen Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. 200 g Zucker (K: ca. 50-60g) nach und nach unter Rühren einrieseln lassen, 2 Min. weiterschlagen. 1/2 der übrigen Johannisbeeren vorsichtig unterheben, die Masse auf dem vorgebackenen Teig locker verteilen. Restliche Johannisbeeren darüber streuen. Mit 2 El Puderzucker und den Mandelblättchen bestreuen und im heißen Ofen wie oben 15-20 Min. weiterbacken.

K: Mengenreduktion hat hervorragend funktioniert, schöner süßsäuerlicher Kuchen, der durch das Baiser auch noch richtig hübsch aussieht.
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Dienstag, Juli 05, 2016

Quinoa-Salat mit Heidelbeeren, Ziegenkäse, Babyspinat und Cassisdressing

Beim Durchblättern meines neuen Kochbuchzugangs Salate zum Sattessen * von Bettina Matthaei hat sich mir ein Bild von einem sehr fein aussehenden Quinoasalat mit Heidelbeeren gleich eingeprägt - so ganz genau erinnerte ich mich beim Einkaufen dann nicht mehr an die Zutaten, so ist meine Variante nicht ganz dem Buch entsprechend. Aber ziemlich hübsch anzusehen - und noch wichtiger: ziemlich gut!


Ich habe nussigen Quinoa (in meinem Fall eine dreifarbige Mischung) mit Babyspinat (andere feine Salate funktionieren natürlich genauso), Heidelbeeren und Ziegenkäse kombiniert. Als extra würzig-knackige Komponente gibts eine Handvoll von cucinapiccinas genialen Tamari-Mandeln darüber.
Beim Dressing habe ich mich an Frau Matthaei gehalten: Das fruchtige Cassisdressing krönt diesen Salat und macht ihn zimlich besonders (ich habe allerdings die Menge an verwendetem Johannisbeergelee halbiert). Alles in allem - sehr schöner Salat! .. und satt wird man natürlich auch davon.

Quinoa-Salat mit Heidelbeeren, Ziegenkäse, Babyspinat und Cassis-Dressing



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Quinoa-Heidelbeersalat mit Cassis-Vinaigrette
Kategorien: Salat, Vegetarisch
Menge: 2 Portionen

Zutaten

70Schwarzer Quinoa (K: bunter Quinoa)
100GrammGemischte Babyleaves (K: Babyspinat, nach Gefühl)
1KugelMozzarella (K: Ziegenfrischkäse)
125GrammHeidelbeeren
H TAMARI MANDELN
150GrammMandeln
3Essl.Tamarisauce
2Essl.Sesamöl
H CASSIS-DRESSING
50GrammSchwarzes Johannisbeergelee (K: 25 g Konfitüre)
Salz
Pfeffer
2Essl.Aceto Balsamico
1Essl.Zitronensaft
2Essl.Macadaminussöl (K: Walnussöl)

Quelle

leicht abgewandelt nach Bettina Matthaei - Salate zum
Sattessen
Erfasst *RK* 30.06.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Quinoa in ein Sieb geben und abbrauen, damit entfernt man Bitterstoffe. Nach Packungsanweisung in Salzwasser gar kochen (ca. 15 Minuten). Ausdampfen und abkühlen lassen.

Für die Tamari-Mandeln:
Sojasauce und Öl in einer Schüssel mischen, Mandeln hinzugeben, ca. 15 Minuten ziehen lassen. Ofen auf 160°C vorheizen. Mandeln auf Backpapier geben und ca. 10 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen.

Salat- oder Spinatblätter putzen, waschen, trocken schleudern. Salatblätter auf 2 Teller verteilen. Quinoa in Häufchen daraufverteilen. Heidelbeeren waschen und über den Salat geben. Ein paar Tamari-Mandeln darüberverteilen (die gemachte Menge langt für deutlich mehr, aber die snacken sich auch so1). Ziegenkäse darüberbröckeln bzw. -löffeln.
Für das Dressing Johannisbeergelee mit Essig, Salz und Pfeffer verrühren (ggf. etwas erwärmen), anschließend das Öl unterschlagen. Dressing über den Salat träufeln und sofort servieren.

K: Tolle Kombi - ich mag den Salat lieber mit Ziegenkäse (gerne den festeren Frischkäse, ich habe nur Chavroux bekommen) als mit Mozzarella und füge noch ein paar Tamari-Mandeln (a la cucinapiccina) für den extra-Knack hinzu. Das harmoniert super! Dressing mit deutlich weniger Johannisbeerkonfitüre und etwas mehr Säure (Zitronensaft) gemacht.
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Samstag, Juni 25, 2016

Wandern im Valle Verzasca

Und weiter gehts mit ein bisschen Urlaubsnachlese. Ist ja erst nen Monat her.. ähäm. Falls es jemanden Mal ins Tessin verschlagen sollte - diese Wanderung durchs Verzascatal von Sonogno nach Lavertezzo kann ich nur wärmstens empfehlen!


Wir haben das Auto in Lavertezzo hinter der berühmten Doppelbogenbrücke abgestellt (ca. 500  m nach Ortsausgang liegt ein Wanderparkplatz, auf dem man für 10 SFr den Tag stehen kann) und sind dann mit dem Postbus bis ans Talende nach Sonogno gefahren.


Den Tag vorher hatte es geregnet - in den Bergen geschneit - und so bot sich ein traumhafter Anblick von weißen Bergen, grünen Wiesen und tiefblauem-klaren Fluss.


Der ca. 14 km lange Wanderweg führt über ca. 500 Höhenmeter absteigend immer dem Fluss entlang, mal auf der einen, mal auf der anderen Flussseite entlang. Ein bisschen bergauf gehts ab und an, Pfade durch Wäldchen, über Wasserfälle wechseln ab mit Strecken durch Wiesen, mal muss man etwas balancierend über Steine in kleineren Flüssen. Die Wegstrecke ist in ca. 3,5 Stunden gut zu machen, am Wegesrand bieten sich immer wieder Möglichkeiten für Picknicks und eine Rast an - im Sommer sollte man auch Badesachen nicht vergessen. An einigen Stellen ist der Fluss allerdings sehr reißend - wie immer heißts hier vorsichtig sein.




Bei etwas mehr Wasser werden hier eventuell die Füße nass..



Und am Ende der Wanderung steht wieder Lavertezzo - Zeit für eine Einkehr in einem der Grotti!


Donnerstag, Juni 23, 2016

Schnell Urlaubspasta: Aubergine, Olive, Kaper, Thymianbrösel

Auf einer meiner derzeit häufigeren Bahnreisen wanderte das aktuelle essen & trinken Spezial "vegetarisch genießen" mit ins Handgepäck . Das Heft ist diesmal schön jahreszeitlich sortiert und dann wiederum in Themengebiete wie Salate / Pasta / Knollen &Rüben .. unterteilt.


Im Urlaub gab es ein veganes Pastagericht daraus, das uns so gut geschmeckt hat, dass es das Essen in 14 Tagen gleich zwei Mal gab. Ähäm. Aubergine und Tomate trifft auf Oliven und Kapern - gute Kombi, würzig, aromatisch, "tief" - wir waren begeistert. Geröstete Thymianbrösel geben den letzten Kick. Außerdem schön: Das Gericht ist relativ fix zubereitet - etwa eine halbe Stunde sollte man einplanen, perfekte Urlaubsküche also.

Linguine mit Aubergine und Thymianbröseln 




==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Linguine mit Auberginen und Thymianbröseln
Kategorien: Pasta, Vegan, Vegetarisch, Einfach, Schnell
Menge: 4 Portionen

Zutaten

2Auberginen
Salz
2Zwiebeln
3Knoblauchzehen
4Tomaten (K: Passata oder Dosentomaten, 1 Dose)
2Essl.Getrocknete Tomaten (falls in Öl: abgetropft)
80mlOlivenöl
3-4Essl.Semmelbrösel
3StieleThymian
3StieleBasilikum
2Essl.Kapern
3Essl.Kalamata-Oliven
Pfeffer

Quelle

Essen &Trinken spezial - vegetarisch genießen 2016
Erfasst *RK* 23.06.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Auberginen waschen, putzen und in 2-3 cm große Würfel schneiden. Auberginen leicht mit Salz würzen, ca 5 Minuten ziehen lassen.

Zwiebeln und Knoblauch in feine Würfel schneiden, Tomaten wasche, in feine Würfeln schneiden, dabei Stielansatz entfernen. Getrockente Tomaten grob hacken.

Auberginen mit Küchenpapier trocken tupfen, 70 ml Olivenöl in einer großen Pfanne oder gusseisernem Topf erhitzen und Auberginen von allen Seiten bei mittlerer bis hoher Hitze hellbraun anbraten. Zwiebeln und Knoblauch zugebewn, 2 Minuten bei mittlerer Hitze mitbraten. Tomatenwürfel und getrocknete Tomaten zugeben, 10 Minuten kochen.

Zeit, die Nudeln ins kochende Wasser zu werfen!

Restliches Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Semmelbrösel darin goldbraun rösten, in ein Schüsselchen geben, mit gehackten Thymianblättchen und etwas Meersalz vermischen.

Nudeln abgießen, dabei etwa 100 ml Nudelwasser auffangen und ggf. unter die Pastasauce rühren. Kapern und Oliven grob hacken und zur Sauce geben. Basilikum zerrupfen, die Hälfte kommt direkt in die Sauce. Nudeln mit der Sauce vermengen und mit Thymian-Bröseln und Basilikumblättern servieren.

Kathi: Relativ schnell gemacht, sehr aromatisch - ein tolles Sommeressen (gleich 2 x in Ascona 16 gemacht).
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Mittwoch, Juni 08, 2016

Zu Besuch.. auf dem Markt in Domodossola und in Verbania

Schon fast zwei Wochen ist unser Urlaub nun schon wieder her - es bleiben schöne Erinnerungen und Bilder. Diesmal gings in altbekannte Gefilde - es war mal wieder Zeit für zwei Wochen Ascona im schönen Tessin. Die tolle Lage und die Nähe zu Bergen, wunderschönen Tälern, Flüssen mit weißen Kieseln, alte Dörfer mit anverfallenem Charme, aber auch die Nähe zu Italien sind alles so Pluspunkte..

Diesmal haben wir dem ziemlich gelobten Samstagsmarkt in Domodossola einen Besuch abgestattet. Nach Anblick des Preises für die Zugtickets nahmen wir Abstand von der Usprungsidee, den Weg dorthin mit der Bahn durchs Centovalli zu nehmen (ca. 80 SFr p. Person.. einfach ab Locarno!) und nahmen dann doch das Auto. Am See entlang ist das auch ziemlich entspannt, in Domodossola war es kein Problem, einen Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs zu finden.


Der Markt ist sehr italienisch - heißt viel Klamotten, Wäsche, Schuhe, Tischwäsche... nicht so sehr interessant für uns. Irgendwann fanden wir dann auch die Lebensmittel"abteilung" - die war aber recht überschaubar. Ein paar Stände mit Salami in allen Varianten und Käse, eingelegte Oliven, zwei Stände mit frischem Fisch (eher unpraktisch mitzunehmen..), drei, vier Stände mit Gemüse. Nach den Lobeshymnen hatte ich mir irgendwie mehr erwartet, so fiel auch der Einkauf eher klein aus.





Die Gassen von Domodossola sind wirklich hübsch und lohnen einen Besuch - nur würde ich dann fast einen Nicht-Markttag vorziehen, dann sieht man auch was von den Häuserfassaden und wird nicht durch die Straße geschoben.


Zahlreiche Cafés laden zum Verweilen ein, wir haben nur einen kleinen Kaffee im einzigen Hipster-Café (mit vielen veganen Optionen) Domodossolas genommen (da war halt Platz ;) ) und ein feines Eis bei Voglia di.. Gelato gegessen, dann gings auch schon wieder zurück.


Auf dem Rückweg haben wir in Verbania am Lago Maggiore Halt gemacht - und wurden mit reichlich Flair belohnt. Entspanner als Domodossola, da ohne Menschenmassen konnten wir hier durch die kleinen Straßen bummeln, die Fenster eines seeehr umfangreichen Haushaltswarenladens bestaunen (Mittagspause), Espresso für 1 Euro an Bars trinken und Italien pur genießen.





Wir wollten gern noch eine Kleinigkeit essen und meine Schwester bewies goldenes Händchen - sie fand für uns den etwas versteckt gelegenen Eingang von La Casera - erst ein Feinkostladen mit einem Himmel voller Schinken und grandioser Käseauswahl. Geht man an der Käsetheke vorbei öffnet sich das Gewölbe und macht Platz für Tische und Stühle inmitten von Weinflaschen. Hier werden vor allem Käse- und Wursplatten serviert. Und dazu Wein.. die Auswahl ist schier unermesslich, auch offen gibts wirklich viel zu probieren.




Wir nehmen die gemischte Platte (Schinken/Käse/Sott'Olio, also eingelegtes Gemüse) für 4 und sind begeistert. Qualitativ überzeugt alles, Trüffelschinken und ein cremig-würziger Käse, dessen Namen wir leider nicht kennen sind zum Niederknien gut. Die anderen wählen noch Dessert danach (etwas mächtig.. eine ordentliche Portion Mascarpone mit Nougatcreme oder Maronen..), ich bleib beim Kaffee. Angenehme Preise, schöne Atmosphäre und Qualität, die uns komplett überzeugt.

Den Trüffelschinken haben wir später für zu Hause noch gleich nachgekauft. Ein Besuch lohnt sich! (Findet übrigens auch Tripadvisor, da sind wir doch zufällig mal im bestbewertesten Lokal von Verbania gelandet..).


Toller Käse, Wurst, Schinken.. alles! Feinkostladen und Lokal
La Casera 
Piazza Ranzoni, 19
28900, Verbania 

.. als Veganer in Domodossola - schick-hipp eingerichtetes Café mit viel Grün
Sali e Pistacchi 
Piazza del Mercato 17 
28845 Domodossola 

Das Eis war auch sehr fein, auch wenns nur Schrottwaffeln gab ;)
Voglia di Gelato 
Piazza Chiossi 
28845 Domodossola 

Mittwoch, Juni 01, 2016

Teigtäschen mit Ziegenkäse, zweierlei Minze und Granatapfel-Tomaten-Vinaigrette

Was lange währt..  kennenlernen durfte ich dieses wunderbare Rezept bei einer Freundin - wir stellten dann fest, dass ich das Kochbuch (Greg & Lucys Malouf - Orientalisch vegetarisch) ja auch habe, nur war mir das Rezept bislang nicht ins Auge gesprungen - Frevel!


Also wollte ich mein Glück auch mal versuchen - ist ja doch etwas aufwändiger. Ich vereinfache mir das Rezept allerdings etwas, indem ich fertigen Nudelteig verwende (ich habe keine Pastamaschine) - das hat gut funktioniert und es bleibt noch genügend Arbeit übrig ;).

Die orientalischen Teigtäschen werden mit einer Mischung aus Feta, Ziegenkäse, Zitronenschale (reichlich), frischer und getrockneter Minze gefüllt. Eigentlich soll man dazu Kreise ausstechen, ich schneide Rechtecke, da bleibt kein Teig übrig und die Täschchen lassen sich auch so gut formen.


Die Teigtaschen habe ich dann eingefroren, so kann man ganz in Ruhe füllen, ohne dass evtl. hungriger Besuch schon mit den Füßen scharrt. Dazu die Teigtäschen portionsweise auf Lagen Alufolie anfrieren lassen, anschließend kann man sie in einen Gefrierbeutel packen.

Am Tag selbst ist das Gericht dann schnell zubereitet - die Täschen werden gekocht und warm mit einer Vinaigrette aus Tomaten und Granatapfelkernen vermischt. Das Ergebnis: eine aufregende und bombastische Kombination. Das Essen ist sommerlich-leicht und wird lauwarm gegessen. Würzig-frisch-säuerlich.. ich bin immer noch begeistert. Drum wird es hier auch verbloggt, obwohl die Fotos bzw. das Endfoto nix ist. Denn: genau, es war dunkel. Beide Male, als ich die Täschen für Gäste zubereitet habe. Beide Gastparteien waren übrigens höchst angetan.. also nicht abschrecken lassen, weder von der Zubereitung (erfordert etwas Übung und Zeit, ist aber kein Ding des Unmöglichen, wir formen ja quasi "Riesenmanti" bei der jede Profi-Manti-Zubereiterin vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde...) - es lohnt sich!

Teigtäschen (eine Art Manti) mit Ziegenkäse und zweierlei Minze mit Granatapfel-Tomatenvinaigrette



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Manti (Nudeltäschchen) mit Ziegenkäse und zweierlei Minze
Kategorien: Orient, Pasta, Vegetarisch, Salat, Gäste
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H TEIG
2-3Eier
1-2Essl.Olivenöl
250GrammItalienisches Weizenmehl 00, gesiebt und Mehl
-- zum Verarbeiten
1Teel.Meersalz und Salz zum Kochen
1Eiweiß mit 1 TL Wasser verquirlt
K: 1 Packung fertigen Nudelteig
H FÜLLUNG
1Teel.Butter
1Schalotte, sehr fein gewürfelt
250GrammZiegenfrischkäse (K: eher 150 g Ziegenfrischkäse,
-- 200 g Feta)
1/4Teel.Meersalz
Pfeffer
1Biozitrone: abgeriebene Schale
1/2Teel.Getrocknete Minze
2-3Teel.Minze, in Streifen geschnitten
H TOMATEN-GRANATAPFELDRESSING
2Rispentomaten, fein gewürfelt
1Schalotte, sehr fein gewürfelt
1Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
3Essl.Granatapfelkerne
1Zitrone: Saft
1Essl.Granatapfelsirup (Nar Ekcisi)
125mlOlivenöl
1/2Teel.Pul Biber

Quelle

Greg & Lucy Malouf - Orientalisch Vegetarisch
Erfasst *RK* 01.06.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Kathi: Ich schreibe hier meine Zubereitungsweise auf, sie weicht etwas vom Buch ab. Ich habe immer fertigen Nudelteig verwendet (Maultaschenteig von Bürger - die Menge langt für die oben angegebene Füllung, evtl. bleibt etwas Teig übrig). Die Täschen lassen sich gut im Vorraus machen und einfrieren (einzeln auf Lagen Alufolie vorfrieren, im gefrorerenen Zutand in einen Beutel packen.) Vor dem Servieren dann gefroren ins kochende Wasser geben. Bereits zwei Mal gemacht, die Taschen halten zusammen, geschmacklich sehr sehr gut.
Für das Dressing alle Zutaten bis auf die Chiliflocken mit einem Schneebesen verrühren. Kann bis zu 5 Tage aufbewahrt werden (K: immer frisch gemacht).
Für den Teig (so denn man ihn selber machen möchte) 2 Eier mit 1 EL Öl verquirlen. Mit Mehl und Salz in die Schüssel einer Küchenmaschine geben. Mit den Händen rasch zu einem Teig verarbeiten (ist er zu fest: + 1 Ei, 1 EL Öl, zu feucht: mehr Mehl). Den Teig mit den Knethaken auf niedriger Stufe 2-3 Min. kneten, bis alles gut verunbden ist. Auf die Arbeitsfläche geben und von Hand einige Minuten kneten, bis er sehr glatt und formbar ist. Den Teig in 2 Portionen teilen und in Frischhaltefolie wickeln, bei Raumtemperatur mind. 1 Std. ruhen lassen (im Kühlschrank bis zu zwei Tage haltbar).
Für die Füllung:
Butter in einem Topf zerlassen, Schalotte und Knoblauch darin langsam 8-10 Min. anschwitzen. Abkühlen lassen. Den Käse in eine Schüssel bröckeln. Zwiebelmischung und Minze, Zitronenschale, Pfeffer und Salz hinzugeben und mit einer Gabel vermengen.
1 Teigportion mit der Nudelmaschine bis zur zweitkleinsten Stufe verarbeiten, alternativ den Fertignudelteig aufschneiden, ein Stück abschneiden (ich habe mit Platten ca. 24 x 24 gearbeitet, weil das schön auf mein Schneidbrett passte), den Rest unter einem feuchten Tuch aufbewahren. Das Originalrezept sticht runde Kreise aus, ich mache das mit Quadraten. In Quadrate (ca. 6 x 6 cm) schneiden. Je etwa 1 TL Füllung in die Mitte der Quadrate geben. Die Ränder mit Eiweiß-Wassermischung bestreichen. Manti formen: Quadrat in die Hand nehmen und Seiten über der Füllung zusammendrücken (je zwei benachbarte Seiten über Eck und alles zusammen, s. Foto, die angestrebte Form ist eine Art 4-zackiger Stern). Fertige Manti auf ein weiteres Brett mit etwas Grieß legen. Portionsweise weiter verfahren, bis alle Füllung aufgebraucht ist.
In einem großen Topf reichlich Salzwasser aufkochen und die Teigtäschchen darin portionsweise (also ich hab alle auf einmal gekocht..) ca. 3-4 Minuten (direkt aus dem Tiefkühler evtl. etwas länger) kochen lassen, bis sie weich sind. Mit einem Schaumlöffel in eine vorgewärmte Schale geben. MIt dem Granatpfeldressing beträufeln (bei mir eher begießen), mit den Chiliflocken und etwas frischer Minze bestreuen und sofort servieren.
Kathi: Der Hammer! Der Aufwand lohnt sich - die Füllung schmeckt nach Sommer und frisch-würzig. Das Dressing ist spannend - das ganze Gericht ist was Besonderes und macht was her, lässt sich dabei super vorbereiten. Mantis machen dauert bei mir ca. 1,5 Std. Dazu schmeckt z.B. ein Kräuter-Linsensalat.
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Donnerstag, April 28, 2016

Ausflug: Eremitage Arlesheim

Altbekannt hier - wenns wenig Gekochtes zu Sehen gibt, gibts immerhin ein paar Ausflugsbilder. Letzten Sonntag haben wir die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und endlich mal die Eremitage in Arlesheim angeschaut - den größten englischen Landschaftsgarten der Schweiz. So wahnsinnig riesig ist er gar nicht, aber mir hat der verwunschene Ort sehr gut gefallen - so viel zu entdecken, immer wieder kleine Treppchen, Grotten, Inschriften. Die kurzen Sichtachsen gaukeln vor, man sei (fast) ganz alleine hier..


Oben auf dem Berg thront die Burg Birseck, die Ruine kann von Mai bis Oktober mittwochs und sonntags besichtigt werden - da waren wir noch ein bisschen früh dran. Die Eremitage erstreckt sich über den Hügel der Burg und drumherum.






Für diejenigen, die noch etwas laufen möchten (mich z.B. ;) ): Um die Eremitage herum befinden sich einige Spazierwege (z.B. könnte man den Spaziergang fast zu einer kleinen Wanderung zum Restaurant Schönmatt ausweiten, wir drehten ob des sich wechselnden Wetters allerdings kurz vorher ab).

Außerdem sehenswert in der Nähe: die antroposophischen Bauten rund ums Goetheanum in Dornach und wer lieber Gotteshäuser anguckt: am Dom in Arlesheim kommt man quasi sowieso vorbei.
Wir haben auf P1 in Arlesheim geparkt (sonntags sogar kostenlos), dann spaziert man ganz gemütlich in ca. 20 Minuten zur Eremitage.