Mittwoch, Januar 27, 2016

Auberginen-Ragout mit Polentaschnitten

Normalerweise gibts hier unter der Woche typische Feierabendküche - schnell muss es gehen, Salate, Eintöpfe, Brotzeit - im Dunkeln nur bedingt fotogen.. ihr kennt das Spiel.

Inzwischen hat sich aber eine nette kleine Gewohnheit etabliert: ein wöchentlicher Spieleabend mit Freunden - abwechselnd bei uns und bei ihnen. Erst wird gekocht, dann wird gespielt. Die Freunde sind essensmäßig sehr aufgeschlossen - eine schöne Gelegenheit, mal wieder neue Rezept auszuprobieren.

Diesmal fiel die Wahl auf das Auberginenragout aus Bettina Matthaeis Gemüse kann auch anders* - ich nehme das Buch immer noch sehr gerne zur Hand, wenn ich ausgehend von einer Gemüsesorte nach Rezepten suche. Also erstmal Baharat machen - bei der Herstellung der orientalischen Gewürzmischung duftet es schon herrlich und ich liebe das Zusammenspiel der warmen  Aromen von Paprika, Zimt und Kreuzkümmel.


Das Ragout an sich braucht gar nicht so viel Zeit und kann auch gut vorbereitet werden. Die Kombi von Kapern und Korinthen/Rosinen wurde ja hier schon ausprobiert und als Knaller verbucht, auch in diesem Ragout wird man nicht enttäuscht. Warm, würzig, sehr fein. Dazu passen knusprig gebratene Polentaschnitten - ich habe mich an das bewährte Rezept von Simone gehalten, das ich hier auch schon verbloggt hatte.


Das Ragout schmeckt aber natürlich auch mit "normaler" Polenta oder einfach etwas Fladenbrot. Die Harissa sollte laut Rezept eigentlich ins Ragout, ich hab mich verlesen und den Joghurt damit gewürzt. War auch kein Fehler.

Die Gäste waren angetan, haben mir aber freundlicherweise ein klitzekleines Restchen zum Fotografieren für den nächsten Tag übrig gelassen. So komm ich dann auch mal wieder zu einem Blogeintrag ;).

Auberginen-Ragout


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Auberginen-Ragout
Kategorien: Aubergine, Orient, Eintopf, Vegetarisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H RAGOUT
400GrammAuberginen
300GrammRote Zwiebeln
1,2kgAromatische Tomaten (K: 2 Dosen Tomaten)
2Knoblauchzehen
3Essl.Olivenöl
2-3Teel.Baharat (s. extra Rezept oder Fertigprodukt)
3Essl.Korinthen
1Essl.Kapern
40GrammPinienkerne
1BundGlatte Petersilie
H JOGHURTSAUCE
150GrammJoghurt
Pfeffer
Salz
1Teel.Harissa

Quelle

Bettina Matthaei - Gemüse kann auch anders
Erfasst *RK* 22.01.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Auberginen in ca. 1 cm große Würfel schneiden, salzen und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Inzwischen die Zwiebeln schälen, längs halbieren und in Streifen schneiden. Falls frische Tomaten verwendet werden, diese überbrühen, häuten, vierteln, entkernen und grob hacken. Die Auberginen abbrausen und mit Küchenpapier gut abtrocknen.
Zwiebeln im Öl 6-7 Minuten glasig dünsten. Knoblauch hacken und 1-2 Minuten mitdünsten. Auberginen zugeben, ca. 8 Minuten mitbraten. Alles mit 2 TL Baharat bestreuen, kurz anrösten, dann Korinthen, Tomaten und Kapern zugeben. Zugedeckt 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
Petersilie waschen, trockenschütteln und hacken. Joghurt mit Harissa und Pfeffer verrühren, ggf. noch etwas salzen. Pinienkerne ohne Fett rösten.
Das Ragout mit Salz, Pfeffer und restlichem Baharat abschmecken. Auf jede Portion 1 Klecks Joghurt setzen, mit Petersilie und Pinienkernen servieren.
K: Aromatisches Ragout, lässt sich auch gut vorbereiten. Mit Polentaschnitten serviert, passt gut! Eigentlich gehört die Harissa ins Ragout und nicht in den Joghurt - ich hab mich verlesen, passte aber auch fein!
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Baharat (Gewürzmischung)
Kategorien: Gewürzmischung
Menge: 12 TL

Zutaten

1Teel.Koriandersamen
1Teel.Kreuzkümmelsamen
1Teel.Pimentkörner
1Teel.Pfefferkörner
1/2Teel.Muskat, gerieben
1/2Teel.Nelken, gemahlen
1Teel.Cayennenpfeffer
2Teel.Zimt
6Essl.Paprikapulver

Quelle

Bettina Matthaei - Gemüse kann auch anders
Erfasst *RK* 22.01.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die ganzen Körner und Samen in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen. Abkühlen lassen und mahlen (K: Mörsern). Mit den restlichen Gewürzen vermischen und in ein Schraubglas füllen oder gleich verwenden.
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Montag, Januar 04, 2016

Knackiger Salat mit Erdnuss-Dressing

Über die Weihnachtsfeiertage wurde ganz schön geschlemmt - sehr fein, aber nach ein paar Tagen gehen mir die großen Gemüseportionen ab. Also gabs daheim erstmal nen richtig großen Salatteller und dazu höchst köstliches asiatisch angehauchtes Erdnuss-Dressing. Wunderbar cremig-würzig-aromatisch.


Bei der Gemüseauswahl kann man sich natürlich nach Lust und Laune austoben - ich hatte Möhren, blanchierte Zuckerschoten, Chinakohl, Radicchio statt dem vorgeschlagenen Rotkohl, ein paar Champignons, rote Frühlingszwiebeln und Römersalatherzen. Gedämpften Brokkkoli könnte ich mir auch sehr, sehr gut vorstellen, das gibts beim nächsten Mal.
Das ursprüngliche Rezept sieht noch frittierte Glasnudeln als zusätzlichen Crunch vor - ich hatte keine Glasnudeln und wollte auch nicht frittieren, dafür gabs zusätzlichen Crunch in Form gerösteter Cashewkerne und Erbsensprossen. Aber da sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt.

Schön wären sicherlich auch noch mehr frische Kräuter - ich hatte nur Koriander zur Hand, eine Mischung von (Thai-)Basilikum, Koriander und Minze wäre aber sicherlich auch sehr fein!

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Asiatischer Salat mit Erdnussdressing
Kategorien: Vegan, Vegetarisch, Salat
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H ERDNUSSDRESSING
1Schalotte
1Knoblauchzehe
10GrammFrischer Ingwer
1Essl.Sonnenblumenöl
1Essl.Panang-Currypaste (K: rote Currypaste/
-- Matsamancurrypaste)
4Essl.Erdnussbutter
1Essl.Brauner Zucker
3-4Essl.Sojasauce
2Essl.Reisessig
200GrammKokosmilch
Salz
Pfeffer
1-2Essl.Limettensaft
H SALAT
250GrammRotkohl (K: Radicchio)
150GrammChinakohl
2Möhren
50GrammZuckerschoten
1Rote Zwiebel (K: rote Frühlingszwiebeln)
10StieleKoriandergrün
1Römersalatherz
1HandvollChampignons
2Essl.Helle Sesamsaat (K: Cashewkerne)
200mlÖl zum Frittieren
40GrammGlasnudeln

Quelle

Essen &Trinken 01/2016
Erfasst *RK* 02.01.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für die Sauce:
Schalotte und Knoblauch fein würfeln, Ingwer fein reiben (K: gehackt). Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen und Schalotte und Knoblauch glasig dünsten. Currypaste, Erdnussbutter und Zucker zugeben und kurz mitdünsten. Mit Sojasauce und Essig ablöschen. Kokosmilch und 150 ml Wasser zugeben. Offen bei milder Hitze etwa 20 Minuten einkochen. Dressing mit Salz, Pfeffer, Limettensaft und Ingwer abschmecken, abkühlen lassen (K: kein Salz und Pfeffer).

Gemüse vorbereiten:
Zuckerschoten kurz blanchieren und abtropfen lassen, schräg in Streifen schneiden. Möhre in feine Stifte schneiden. Rotkohl oder Radicchio sowie Chinakohl in feine Streifen schneiden. Pilze in Scheiben schneiden. Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Koriander waschen, trockenschütteln, grob zerzupfen. Römersalatherz vierteln. Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten.
Öl in einem kleinen Topf erhitzen, Glasnudeln darin 10 Sekunden frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Gemüse, Koriander und Salat auf einer Platte anrichten. Mit dem Dressing beträufeln, mit Sesam und frittierten Nudeln bestreut servieren.

K: Ohne frittierte Nudeln gemacht. Gemüse ist sehr variabel - Hauptsache bunt und knackig, Brokkoli könnte ich mir z.B. auch gut vorstellen. Dressing schmeckt sehr würzig, sehr toll!
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Samstag, Januar 02, 2016

Lauwarmer Linsensalat mit Räucherfisch

Ich hoffe, ihr habt die Feiertage alle gut überstanden und seid gesund und munter ins neue Jahr gestartet!
Als ich mich vor Silvester ins große Einkaufsgetümmel warf, lief ich quasi gegen eine geschickt platzierte Kühltheke mit Räucherfisch. Die Lust war da - und sofort die Assoziation: Dazu solls Linsensalat geben, die Kombi mag ich sehr.


Zu Hause also nach einem Rezept gesucht und bei einem von Mama erfassten hängen gebliebe - ich habe es dann noch etwas umgekrempelt und meine eigene Version gebastelt - hat uns als leichtes Mittagessen sehr, sehr gut gefallen, schmeckt bestimmt auch als Vorspeise - dann reicht die Menge für vier Personen.

Suppengemüse und Linsen sind ja klassisch, der Staudensellerie und Petersilie bringen Knack und Frische. Dazu Räucheraromen von Forelle, Limettensäure und cremiger Sauerrahm: Merken wir uns.
Und dann erfuhr ich auch noch von Mama, dass Linsen zu Neujahr scheinbar die Chancen auf einen vollen Geldbeutel erhöhen - alles richtig gemacht! Ich wünsch euch einen guten (und bei dem Wetter: gemütlichen) Start ins neue Jahr!

Lauwarmer Linsensalat mit Räucherforelle 


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Lauwarmer Linsensalat mit Räucherforelle
Kategorien: Fisch, Salat, Huelsenfruechte, Vorspeise, Gäste
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H LINSENSALAT
150GrammZwerglinsen (K: grüne Linsen)
1Möhre
1Lauch, das Weiße + Hellgrüne
1StückSellerie (etwa 1/4), Menge vgl. Möhre/Lauch
1Zwiebel
1/2BundPetersilie
200mlGemüsebrühe
100mlWeisswein, trocken
2StangenStaudensellerie
1klein.Lorbeerblatt
4Essl.Olivenoel
2Essl.Balsamico-Essig
1Essl.Rotweinessig
1Teel.Scharfer Senf
Salz
Pfeffer
H RAEUCHERFISCH
200GrammForellenfilet, geraeuchert
1Limette
2Essl.Sauerrahm
Salz
Pfeffer, grob geschrotet

Quelle

nach einem Rezept aus meine Familie &ich 7/
2000
Erfasst *RK* 02.01.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Fuer den Salat die Linsen mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Lauch, Möhre und Sellerie waschen, putzen und in kleine Wuerfel schneiden. Die Zwiebel schaelen und ebenfalls klein wuerfeln. Etwa 1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Suppengemüse langsam bei mittlerer Hitze anschmoren, das Gemüse soll keine Farbe annehmen. Die Linsen zugeben. Mit Brühe und Weißwein ablöschen, das Lorbeerblatt und Petersilienstängel zum Gemüse geben. Nach Packungsangabe (etwa 25 Minuten) kochen, bis die Linsen bissfest sind. Alles abgießen, dabei die Brühe auffangen. Lorbeerblatt und Petersilienstängel entfernen.

Petersilie waschen und grob hacken, den Staudensellerie in kleine Würfel schneiden. Aus dem restlichen Olivenoel, Balsamico-Essig, Senf, 4 El Linsenbruehe, Salz und Pfeffer eine Marinade ruehren und das Linsengemuese noch heiss untermischen. Petersilie und Staudensellerie unter die Linsen mischen, Linsen abkuehlen lassen, bis sie lauwarm sind, dabei wiederholt vermischen.

Die Räucherforellenfilets vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, schräg in Streifen schneiden. Linsensalat mit ein paar Streifen Räucherfisch anrichten. Fisch mit etwas Limettensaft beträufeln und pfeffern. Mit einem Klecks Sauerrahm servieren.

K: Räucherfisch und Linsen harmonieren sehr gut. Linsensalat nochmal abschmecken - vertragen gut Säure! Linsensalat könnte auch vorbereitet werden, dann bei Raumtemperatur servieren. Langt als Vorspeise für 4 oder als leichtes Hauptgericht für 2 mit etwas Rest. Ursprüngliches Rezept war Lauwarmer Linsensalat mit Räucherfischtartar.
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Montag, Dezember 21, 2015

Rote Bete Burger mit Harissa-Mayo

Dieses Jahr ist der Winter ja gar nicht ganz so grau - für die Tage, an denen man aber einfach mal wieder richtig Farbe auf dem Teller braucht, da hätt ich was. Was richtig Gutes noch dazu: Rote Bete Burger mit Harissa-Mayo und Mangoscheiben.

Beim Durchwühlen des Tiefkühlfachs fielen mir noch selbstgemachte Burgerbuns von Ostern in die Hände. Höchste Zeit, die mal aufzubrauchen. Da erinnerte ich mich, dass ich mir in Street Food vegetarisch* einen interessant klingenden Burger notiert hatte - und gegarte rote Bete waren auch noch im Kühlschrank, damit war das Burgerschicksal dann besiegelt.


Im Buch werden rohe rote Bete verwendet (denk ich mal, da steht nichts weiter dazu), mit gegarten klappts auch. Die Buns hielten einigermaßen zusammen, wenn man sie vorsichtig wendet. Die Harissa-Mayo mit Joghurt ist schnell zusammengerührt und so ist das Essen auch ratz-fatz fertig, wenn man denn die Brötchen nicht noch backen muss. Ich habe Romanasalatherzenblätter, Radicchiostreifen (die bittere Note passt gut!) und Mangoscheiben als zusätzliche Füllung verwendet. Die Kombi süßlich-erdig-scharf-würzig ist ne Wucht und hat mich vollkommen überzeugt. Sehr gerne wieder!

Rote Bete Burger mit Harissa-Mayo


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Rote Bete Burger mit Harissa-Mayo
Kategorien: Burger, Vegetarisch
Menge: 4 Burger

Zutaten

H FÜR DIE FRIKADELLEN
300GrammRote Beten (K: vorgegarte)
1klein.Zwiebel
1Knoblauchzehe
3-4StängelBasilikum (K: leider nur TK)
90GrammGrobe Haferflocken
1Essl.Sojasauce
1Ei (Größe M)
75GrammFeta-Schafskäse
Meersalz
1/2Teel.Chiliflocken
H FÜR DIE CHILI-MAYONNAISE
40GrammMayonnaise
40GrammJoghurt
2Teel.Harissa
1-2Teel.Rosenpaprika
H AUSSERDEM
2Essl.Natives Olivenöl
4Burger Buns (K selbstgemacht)
EinigeSalatblätter, Weißkohlstreifen und Mangoscheiben
-- (K: Romanasalatblätter, Radicchiostreifen,
-- Mangoscheiben)

Quelle

Anne-Kathrin Weber - Street Food vegetarisch
Erfasst *RK* 21.12.2015 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

1. Die Roten Beten schälen und auf der Küchenreibe grob raspeln. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und feinhacken. Das Basilikum waschen und trockenschütteln. Die Blätter von den Stängeln zupfen und feinhacken. Rote Beten, Zwiebeln, Knoblauch, Haferflocken, Basilikum, Sojasauce und Ei in eine Schüssel geben. Den Feta mit den Händen dazu krümeln. Mit Meersalz und den Chiliflocken würzen und alles gründlich vermengen. Abgedeckt 30 Minuten ziehen lassen.

2. In der Zwischenzeit für die Chili-Mayonnaise Mayonnaise, Joghurt, Harissa und Rosenpaprika glattrühren.

3. Aus der Rote-Bete-Masse mit angefeuchteten Händen 4 Bratlinge formen.

4. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Bratlinge von beiden Seiten jeweils 3 Minuten braten. 5 DieBurger Buns aufschneiden. Mit etwas Chili-Mayonnaise bestreichen. Mit Salatblättern, Rote-Bete-Bratlingen, Kohlstreifen (K: Radicchio) und Mangoscheiben belegen und noch etwas Chili-Mayonnaise daraufgeben.

Kathi: Mir vorgegarter roter Bete gemacht - Bratlinge halten einigermaßen zusammen, sind geschmacklich v.a. in der Kombi Harissa- Mayo und Mango aber absolut klasse.
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Montag, Dezember 07, 2015

Elisenlebkuchen

Gut gehts uns hier im äußersten Südwesten der Republik, aber ab und an fehlt doch ein wenig Frankenland. Zur Weihnachtszeit vermisst Herr Kochfrosch v.a. die saftigen Nürnberger Elisenlebkuchen. Dem wollte ich Abhilfe verschaffen.
 

Ich kann schonmal verraten - bis auf die Kuvertüre sind sie mir richtig, richtig gut gelungen. Wer gerne Lebkuchen isst: Nachbackempfehlung!

Alles begann mit einer kleine Recherche im Netz - hängen geblieben bin ich bei Lothars beste Elisenlebkuchen auf chefkoch und bei cucina e passione. Im letzten Blog lernte ich auch, dass man zur Herstellung von perfekten Lebkuchen z.B. eine "Lebkuchenmühle" benutzt, die man bei der kleinen fränkischen Drechslerei König bestellen kann. Uriges Küchengerät? Nur her damit! Ich kann schon mal verraten - hat sich gelohnt!


Was sich ebenfalls lohnt: Orangeat und Zitronat ganz, ganz klein zerhacken. Das geht sehr gut, indem man Orangeat und Zitronatwürfel mit etwas Mehl (1-2 EL) im Blitzhacker bzw. in meinem Fall Multiquick-Mixbecher zerhäckselt. Durch das Mehl kleben die Stückchen nicht am Messer fest. (Alternativ könnte man Orangeat und Zitronat vorher einfrieren und geforren häckseln, da habe ich aber keinen Erfahrungswert). Werden die Stückchen nicht klein genug, gibt das später keine glatte Obefläche auf den Lebkuchen. Erstaunlich: ich mag kein Orangeat und Zitronat - ich pule das immer raus. Hier schmecke ichs nur im Gesamten, nicht aber einzeln heraus. Gute Qualität hilft vermutlich auch, ich habe das gelobte Zeug von Vanini benutzt. Gibts teuer in Deutschland z.B. hier im edlen Weckglas, in der Schweiz ganz regulär und schnöde in Plastik verpackt, dafür für 1,50 SFr bei den Backzutaten.

Und ein weiterer Tipp: Die Nüsse vorher rösten, das bringt nochmal mehr Geschmack. Und dann heißts Eier schaumig (sehr schaumig!) schlagen, das hat bei mir die Küchenmaschine übernommen.
Über Nacht quillt der anfangs noch leicht flüssige Teig wunderbar und ist dann recht zäh - man erkennt kaum noch einzelne Bestandteile.


Dann kommt diese lustige Lebkuchenmühle zum Einsatz. Teig in die Vertiefung streichen, Oblate drauf (besser wären 80 mm, 70 mm gehen aber auch), umdrehen und kurbeln. Schon fallen perfekte Lebkuchen aufs Blech. Alternativ kann man den Teig sicherlich auch irgendwie auf Oblaten streichen.. ich habs einmal versucht und dann gleich wieder das Loblied auf diese Mühle angestimmt..



Anschließend noch mit Kuvertüre überziehen - wie man sieht, ist mir leider die Kuvertüre zu heiß geworden, ich habe im Rezept aber nochmal ganz genau aufgeschrieben, wie es klappt. Einfach das Thermometer nie aus den Augen lassen! Die verhunzte Optik ärgert mich tatsächlich - die Lebkuchen schmecken aber so gut und sind so toll saftig, dass ich euch das Rezept nicht vorenthalten möchte. Ihr könnt das mit der Kuvertüre bestimmt viel besser als ich ;).


Elisenlebkuchen


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Elisenlebkuchen (war Lothars beste Elisenlebkuchen)
Kategorien: Plätzchen
Menge: 30 St (90mm) bzw. 45 St. (70mm)

Zutaten

6Ei(er)
180GrammZucker, braun
2Essl.Honig
1Teel.Zimt
2 1/2Teel.Lebkuchengewürz
1PriseSalz
250GrammMandel(n), gemahlen
250GrammHaselnüsse, gemahlen
100GrammOrangeat, im Mixer noch etwas zerkleinert
100GrammZitronat, im Mixer noch etwas zerkleinert
50GrammAprikosenkonfitüre
Oblaten, 70 oder 90 mm
200GrammZartbitterkuvertüre

Quelle

adaptiert nach Userin Karuni auf chefkoch.de
Erfasst *RK* 15.11.2015 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Nüsse nacheinander in einem Topf ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen, beiseite stellen.
Zitronat und Orangeat mit etwas Mehl bestäuben und mit einem Zerkleinerer möglichst fein zerkleinern (K: Braun Multiquick), sind Orangeat und Zitronat nicht klein genug wird die Obefläche der Lebkuchen nicht richtig glatt. (alternativ kann man Orangeat und Zitronat wohl einfrieren und dann zerkleinern)

Eier, Zucker und Honig schön schaumig schlagen, das Volumen sollte sich verdoppeln. K: In der Küchenmaschine auf Stufe 6 von 8 ca. 7 Minuzten. Die restlichen Teigzutaten untermischen.
Den Teig, der jetzt noch relativ flüssig ist über Nacht im Kühlschrank oder auf dem kalten Balkon ruhen lassen. Am nächsten Tag sollte der Teig zu einer zähen Masse gequollen sein.
Den Teig flach auf die Oblaten streichen (ergibt ca. 30 St./90 mm oder ca. 40 St./70 mm), bzw. mit einer Lebkuchenmühle Lebkuchen machen - die Lebkuchenmühle für 80 mm ergab bei mir ca. 45 Lebkuchen auf 70 mm Oblaten.
Auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen. Backen mit Ober- und Unterhitze bei 150°, ca. 20 Minuten.

Nach dem Erkalten mit Kuvertüre überziehen. Damit die Kuvertüre schön glänzend wird, muss sie temperiert werden: Dafür die Kuvertüre hacken. Etwas Wasser in einem Topf erhitzen, 2/3 der Kuvertüre in eine Schüssel geben und auf dem Wasserbad bei max. 45°C schmelzen. Vom Wasserbad nehmen, die restliche Kuvertüre einrühren und unter Rühren auf ca. 28°C abkühlen lassen. Wieder aufs Wasserbad setzen und auf etwa 32-33°C Verarbeitungstemperatur erhitzen.
Die Lebkuchen schmecken am besten, wenn sie einige Tage durchgezogen haben.

Kathi: Sehr, sehr gute, saftige Elisenlebkuchen, in denen sogar ich Orangeat und Zitronat toleriere - schmeckt man nur im Gesamten, aber nicht einzeln raus. Orangeat und Zitronat von Vanini (CH) verwendet.

Rezept zusammengebaut aus Lothars beste Elisenlebkuchen (chefkoch) und Lebkuchen nach cucinaepassione.
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Montag, November 23, 2015

Petersilienbrioche mit Erbsen-Hummus

Als ich im Sommer bei meinen Eltern war, fiel mir dort das Kräuterkochbuch* von Tanja Grandits in die Hände - ein wunderbar fotografiertes Buch mit viel Wissenswertem über Kräuter (auch etwas ausgefallenere) und anschließend Rezepte, bei denen ebendiese im Vordergrund stehen. Die Rezepte durchaus einer 2-Sterne Köchin angemessen - nicht unbedingt das, was ich jeden Tag kochen würde, doch finde ich sie beim Durchblättern einfach so schön und faszinierend, das ich mir das Buch wenig später selbst zulege.


Wie gesagt - die meisten Rezepte im Buch sind für mich keine Alltagsküche, aber es finden sich natürlich durchaus machbare und einfachere Rezepte (auch für den Alltag). Eines der Bilder, was mich gleich ansprach war vor allem - schön grün. Und als ich endlich, endlich die lang angekündigte Dinnerparty (das heitßt jetzt so, oder? Na, sagen wir mal es war ein Abendessen ;) ) für meine Kolleginnen schmieß, hab ich mich dran gewagt:  

Petersilien-Pfeffer-Brioche mit Erbsen-Hummus


Woran sieht man, dass es aufwändiger wird? Wenn in dem Rezept gleich auf zwei ebenfalls herzustellende Zutaten verwiesen werden. Fangen wir mit der einfachen an: Wir brauchen Petersilienöl.
Dazu wird viel (200 g Petersilienblätter !) Petersilie kurz blanchiert und in Öl erwärmt. Nach 24 Stunden das ganze abfilitrieren.. mit passenderem Equipment ist das dann auch keine solche Sauerei. Aber man nimmt halt, was man hat. Teefilter und Holzspieße ersetzen Kaffeefilter + Filtersieb. Herauskommt ein tiefgrünes Öl mit deutlichem Geruch nach Petersilie. Im Geschmack empfinde ich es persönlich nicht als ganz so frisch, wie im Buch beschrieben.


Weiter gehts - Petersilienbrioche mit grünem Pfeffer will ja auch noch gebacken werden. Premiere - Brioche habe ich noch nie gebacken. Im sehr buttrigen Teig ist auch nochmal Petersilie untergebracht - die färbt das Brot schön grün. Für meine nicht vorhandene Erfahrung mit Briocheteig war ich mit dem Ergebnis dann doch recht zufrieden, , auch wenn die Form etwas hübscher hätte ausfallen dürfen. Meine Kastenform war einen Ticken zu groß und die Oberfläche nicht so richtig glatt, aber das ist denk ich Übungssache.

Das Brioche schmeckt flaumig buttrig und natürlich am besten getoastet oder gebraten. Für den kleinen, netten Happs, der es hier werden soll wird das Brot in dicke Würfel geschnitten und nochmal in etwas Öl angebraten (na, eine Diätspeise ist das eher nicht..).


Auf die krossen Briochewürfel kommt dann der Erbsenhummus - Erbsen püriert mit Petersilienöl, Petersilie und Estragon, verfeinert mit Tahin und Limette. Den Hummus selber hätte ich mir etwas würziger und dominanter erhofft - das nächste Mal würde ich eventuell eher ein Erbsenpesto verwenden, das könnte ich mir mit dem Parmesan als ganz gute Paarung zum Brioche vorstellen.

Trotzdem - ein schöner kleiner Blickfang auf dem Tisch - als kleine Vorspeise oder als Teil eines "viele kleine Köstlichkeiten"-Tisches. Als solches habe ich das Essen konzipiert. Wenn mal alles steht, muss keiner mehr in die Küche springen, jeder nimmt das, was er mag - ich mag diese Art von Essenskonzept sehr, gerade mit Gästen.

Petersilienbrioche mit Erbsenhummus


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Petersilien Pfeffer Brioche mit Erbsen-Hummus
Kategorien: Vorspeise, Aperitif, Vegetarisch, Gäste
Menge: 6 Portionen

Zutaten

H ERBSEN HUMMUS
500GrammErbsen (wenn mögl. frisch, TK auch möglich)
2Knoblauchzehen, geschält und halbiert
Salz
2Essl.Tahin (K: 1 EL)
1Limette: Saft und abgeriebene Schale
1/2BundPetersilie, gezupft und geschnitten
1/2BundEstragon, gezupft und geschnitten
3Essl.Petersilienöl (* extra Rezept)
H BRIOCHE
6ScheibenPetersilienbrioche (*extra Rezept)
1Teel.Olivenöl zum Braten
Petersilien- oder Erbsenkresse oder kleine
-- Petersilienblätter

Quelle

Tanja Grandits - Kräuter
Erfasst *RK* 01.11.2015 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Erbsen und Knoblauch in Salzwasser etwa 5 Minuten blanchieren. Abgießen, abschmecken und auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. Mit den restlichen Zutaten im Cutter fein mixen und den Hummus abschmecken.
Das Brioche in große Würfel schneiden und im heißen Olivenöl rundum goldbraun und knusprig anbraten.
Tupfer des Hummus auf die Briochewürfel geben und mit Petersilie und Erbsenkresse bestreuen.
Der grüne Erbsenhummus ist auch eine tolle Beilage zu Fisch oder Fleisch.
Kathi: Mehr Limette, weniger Tahin - trotzdem fand ich, dass der Hummus noch etwas mehr "kicken" könnte. Evtl. eher Richtung Erbsenpesto abändern.
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Petersilien-Pfeffer-Brioche
Kategorien: Brot
Menge: 1 Kleine Kastenform a 20 cm

Zutaten

250GrammMehl
20GrammZucker
1Limette, abgeriebene Schale
1Teel.Grüner Pfeffer, gemahlen
1/2Teel.Salz
3Eier (150 g)
1groß.Bund Petersilie, grob gehackt
15GrammFrische Hefe
150GrammKalte Butter

Quelle

Tanja Grandits - Kräuter
Erfasst *RK* 01.11.2015 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Zucker, Limettenschale und Salz in der Küchenmaschine mischen. Eier mit der Petersilie mixen und dazugeben und dann die Hefe. 5 Minuten rühren. Nach und nach die Butter einrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig, mit Klarsichtfolie abgedeckt, 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Nochmals durchkneten. Den Teig 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. In dieser Zeit noch zwei Mal durchkneten.
Den Teig in eine ausgebutterte Kastenform geben (maximal bis zur Hälfte einfüllen) und weitere 2 Stunden gehen lassen.
Im vorgeheizten Backofen bei 190°C 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 170°C reduzieren (Achtung: Backofentür nicht öffnen!) und weitere 20 Minuten backen.
Das Brioche schmeckt toll als Beilage zu Fleisch, in Scheiben geschnitten und in Öl gebraten.
Zeitfahrplan: ca. 15 Minuten ansetzen - 2 Std. ruhen - 24 Std. ruhen
- 2 Std. gehen - 30 Minuten backen.
Kathi: Sehr buttriger Teig, ließ sich aber einigermaßen verarbeiten. In 22 cm Kastenform gebacken - war etwas zu groß, Oberfläche etwas unregelmäßig. Geschmacklich sehr fein-buttrig, Pfeffer kommt allerdings nicht wirklich durch.
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Petersilienöl
Kategorien: Basisrezept, Öl
Menge: 300 Ml

Zutaten

200GrammPetersilienblätter
120mlOlivenöl
120mlSonnenblumenöl

Quelle

Tanja Grandits - Kräuter
Erfasst *RK* 01.11.2015 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Blätter blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und mit einem Geschirrtuch gut ausdrücken. Beide Öle auf 60°C erwärmen und mit den Blättern 5 Minuten mixen. Das Öl über Nacht ziehen lassen und am nächten Tag durch einen Kaffeefilter abgießen.
Funktioniert auch als Minzöl, Estragonöl, Basilikum- oder Thaibasilikumöl.
Die grünen Öle sind toll für Salate, Pasta, Fisch und Gemüsegerichte. Anstelle von normalem Öl bringen sie neben Frische und Aroma auch Farbe ins Essen.
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Montag, November 16, 2015

Zu Besuch auf dem Markt in Mulhouse

Im Dreiländereck zu leben hat so seine Vorteile - einer davon: französische Märkte sind nah. Allzuoft schaffen wir es trotzdem nicht ins Nachbarland. Darum hatten wir uns für einen der letzten Samstage gleich mal was richtig großes vorgenommen: den Marchée du canal couvert de Mulhouse, den größten Wochenmarkt Ostfrankreichs.


Dienstag, Donnerstag (7-17 Uhr) und Samstag (6 - 17 Uhr) herrscht dann ziemlich reges Treiben in Markthalle und dem großen Platz davor - auf dem einen Teil gibts Glitzerstoffe, Lederwaren, Kleidung und Handtaschen, die vielleicht nicht jedermanns Herz höher schlagen lassen - der andere Teil ist (jedenfalls für uns ;) ) interessanter: Ein Gemüse- und Obsthändler reiht sich an den nächsten. Die Auslagen sind prächtigst, die Preise ziemlich günstig. 4 Kräuterbüschel (Koriander türmt sich neben Minze - ein starker Maghreb Einfluss ist deutlich zu sehen) zu 1 Euro, wunderbare Clementinen, schönste Feigen. Man kann sich kaum satt sehen.








Innen in der Markthalle gings bei unserem Besuch etwas ruhiger zu. Hier gibts Brot, Halal-Metzgereien mit Lammköpfen (oder was das Herz so begehrt..), einen Fischhändler und natürlich Käse.. Auf der Galerie gibts noch ein Restaurant, wo man wohl ganz gut essen kann. Dafür waren wir allerdings zu früh dran.


Wir kaufen bei der Fromagerie St Nicolas (Ladengeschäft in Colmar), die sich wohl auf Schaf- und Ziegenkäse spezialisiert hat. Für die unten abgebildeten reicht der Mut nicht (ich glaub das wattig-haarige da ist nichts für mich. Aber spannend zum Angucken!) wir bleiben beim wunderbaren Brie de Meaux und ein paar Hartkäsen. Eher meine Baustelle.


Anschließend gehts noch für einen kleinen Bummel durch die relativ kleine Innenstadt - die wirkt für einen Samstag vormittag recht leer und ausgestorben. Die Touristenströme im Elsass gehen eher an Mulhouse vorbei. Berühmt ist die Stadt für ihre Museen, allen voran das wohl wirklich sehenswerte Automobilmuseum - wir lassens heute beim Schlendern durch die Gassen, gucken uns noch eine interessante Upcycling-Kunstaktion in der Kirche am Rathausplatz an und besuchen den wirklich gut sortierten Comicladens Canal BD Tribules. Wird wohl nicht der letzte Besuch hier gewesen sein!










Typisch französische Mitbringsel, auf dem heimischen Tisch vereint: Baguette (wobei das vom kleinen Frühstück in der Boulangerie Paul besser war - und das obwohls eine Kette ist), Käse, Comics und die besten Feigen, die ich je gegessen habe (die hier waren durch den Transport allerdings in Mitleidenschaft gezogen worden und bedurften dringenden Gegessenwerdens).


Montag, November 09, 2015

Blogklassiker neu belebt - Zupfschuedi

Paules Zupfschuedi - das war das, was man einen echten Blogbuster nennt. Ich weiß gar nicht, durch wieviele Blogs der fluffig-buttrige Hefeteig mit dem netten Namen im Jahr 2011 wanderte. Ich selbst habe ihn zwar bei Muttern gegessen, selbst gemacht habe ich ihn aber nie.

In meiner Urlaubswoche war dann aber das Verlangen nach was nettem zum Tee da, und ich habe mich an den berühmten Zupfschuedi erinnert. Dazu wird fluffiger Hefeteig mit einer Zucker-Würzmischung (Zimt, Nelke, Ingwer, Kardamom, Vanille... Paule schreibt hier die genaue Zusammensetzung ihrer Mischung auf, ich hab mich daran orientiert und die Mengen nach Laune angepasst) bestreut, in Streifen und die Streifen wiederum in Quadrate (bei mir eher Rechtecke.. wenn überhaupt ;) ) geschnitten.


Diese dann aufrecht in eine kleine Kastenform stellen, nochmal gehen lassen, mit etwas Butter und Würzzimtzuckermischung bestreuen und backen (das macht ihn exra knusprig-karamellig). Oh wie das duftet. Anschließend lassen sich die Hefestücke Scheibe für Scheibe abzupfen und genießen. In den USA läuft sowas in der Art dann unter Pull Apart Bread. Aber Zupfschuedi klingt doch so viel schöner...


Wers also damals verpasst hat - jetzt wär Gelegenheit für ne zweite (dritte, vierte..) Runde.

Paules Zupfschuedi



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Zupf-Schuedi
Kategorien: Hefeteig, Kuchen, Brunch
Menge: 1 Kastenform (22-24 cm)

Zutaten

350GrammMehl Type 550
160GrammMilch
20GrammFrischhefe
50GrammButter
30GrammRohrohrzucker
1Ei
1Teel.Salz
H FÜR DIE FÜLLUNG
70GrammSehr weiche Butter
80GrammRohrohrzucker, noch besser: Muscovado Zucker
-- (brauner, leicht feuchter Rohrzucker)
2Teel.Sweet Dreams Gewürzmischung (Zimt, Sternanis,
-- Ingwer,
-- Nelken, Vanille, Koriander)

Quelle

www.paules.lu
Erfasst *RK* 27.10.2015 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Hefe in 3 Esslöffel Milch auflösen und beiseite stellen.
Restliche Milch, Butter und Zucker erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Auf mindestens 38°C abkühlen lassen, sonst sterben die Hefekulturen ab. Ei unterschlagen.
Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Milchmischung und aufgelöste Hefe hinzufügen. Alles 4 Minuten auf Stufe 1 (von 4) kneten. Salz hinzugeben und auf Stufe 2 weitere 8 Minuten kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten ruhen lassen.
Backform einfetten und mit Mehl bestäuben.

Den Teig kurz entgasen, rund formen und 10 Minuten entspannen lassen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn zu einem 30 x 50 cm Rechteck ausrollen. Mit Butter bestreichen bzw. einpinseln. Zucker und Gewürzmischung vermischen und bis auf einen Esslöffel gleichmäßig darüber streuen. Den Teig entlang der schmalen Seite parallel in 6 gleichmäßig breite Streifen schneiden. Vorsichtig aufeinanderlegen. Diesen langen Stapel in 6 gleich grosse Häufchen schneiden. Diese parallel hochkant in die Kastenform schichten. Mit dem Pinsel, an dem noch etwas Butter haftet über die Oberfläche streichen und restliche Zuckermischung darüber streuen.
Zugedeckt an einem warmen Ort 45-60 Minuten gehen lassen, bis der Teig die Form gut ausfüllt.

Backofen rechtzeitig auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und 30-35 Minuten backen. Falls nötig mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann entnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Bleibt mindestens 2-3 Tage saftig. Die Oberfläche ist frisch aber am knusprigsten.

K: Sehr fluffiger Hefeteig, gut zu verarbeiten. Mit Trockenhefe gemacht.
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Mittwoch, November 04, 2015

Von St. Peter nach St. Märgen und zurück + Einkehrtipp

Ja, es wird schon wieder gewandert.. diesmal aber in nicht alpinen Gefilden, sondern in heimischen.
 In der Gratiszeitung, die sonntags immer im Briefkasten liegt gibt es eine Seite mit Ausflugs- oder Gastronomietipps für die Region, da habe ich mir schon manche Wanderanregung mitgenommen.
Und so haben wir in der letzten Ferienwoche die Wanderung von St. Peter (etwa 20 km östlich von Freiburg) nach St. Märgen und zurück ausprobiert.


St. Peter wird geprägt durch das große Kloster in der Dorfmitte - das haben wir diesmal aber links liegen gelassen und das Auto am zentralen Parkplatz am Fuß der Klostermauer abgestellt. Dann gehts über den roten Weg hinaus auf die Wiesen und Felder. Sehr abwechslungsreich wandert man in Richtung Oberibental - Römerstraße den Berg hinauf. So langsam reißt auch der Nebel auf, das Herbstlaub leuchtet herrlich. 




Erst am Waldrand entlang, dann ein Stück durch dichten Wald - schon kann man die Türme von St. Märgen sehen. Bis man im Ort ist gehts leider ein Stück an der Straße entlang - war allerdings nicht sehr stark befahren.


In St. Märgen heißts aber erstmal: Einkehren! Die Rast im Cafe Goldene Krone ist nur zu empfehlen. Vor ein paar Jahren wurde das heruntergekommene Gebäude, ehemaligs Pilgerherberge und später Grand Hotel, von einer engagierten Gruppe Bürgern gerettet. Seitdem betreiben die Landfrauen hier ein Café, wie man es sich wünscht.


Alles hausgemacht, mit Produkten von nahen Höfen (z.B. auch Bauernhofeis), vieles in Bioqualität. Bekannt ist das Café für seine Kuchen und Torten - uns hat aber auch die Tagesquiche (Rote Bete mit Meerrettich und Bergkäse) hervorragend geschmeckt. Sonntags muss man aber wohl Geduld mitbringen - so groß ist die Gaststube nicht und die Küche genießt einen ziemlich guten Ruf..




Gestärkt gehts wieder weiter, der Rückweg nimmt einen Schlenker durch eine wunderschöne Allee zur Ohmenkapelle.


Von dort über kleine Pfade und Wege weiter, bis man kurz hinterm Langenhof wieder auf denschon bekannten Weg stößt. Jetzt sinds noch ca. 3 km zurück nach St. Peter.



Eine wirklich schöne, abwechslungsreiche Wanderung. Einmal schwitzt man etwas bei einem Anstieg, aber sonst ist das alles ganz gut zu laufen - Kondition für ca. 14 km (430m hoch und wieder runter) sollte man aber mitbringen.

Wer die Tour nachgehen möchte, die Wegweiser heißen:
St. Peter - Oberibental - Römerstraße - St. Märgen - Ohmenkapelle - Oberibental - St. Peter

Außerdem habe ich die Wegführung bei Outdooractive aufgeschrieben.

Und wer ganz genau hinschaut: Ja, auch hier ist es eigentlich noch nicht 2016. Ich hab mich vertippt und war zu faul, alles nochmal zu ändern ;).