Freitag, Dezember 05, 2014

Plätzchen, die letzte: Rosmarinsterne

Mit dem heutigen Eintrag habt ihr dann wieder Ruhe vor dem ganzen Süßkram hier, das wars mit der Plätzchenbackerei im Hause Kochfrosch.

Das Schlusslicht machen Plätzchen, die eigentlich kein "typisches" Weihnachtsgebäck sind. Ich bin auf der Website von Brigitte darüber gestolpert und habe dazu dann noch ein paar recht positive Blogeinträge gelesen: Rosmarinbruch. Weil mir Bruch optisch auf dem Plätzchenteller nicht so gut gefällt, habe ich mich dafür entschieden den Teig auszustechen. Die Angaben, ob das denn möglich sei waren unterschiedlich.
Mein Fazit: Geht, geht aber nicht so wahnsinnig gut. Man muss die richtige Konsistenz zwischen zu hart und zu weich abwarten und dann fix arbeiten.

Vorher wird Butter - ähnlich wie bei Heidesand - leicht gebräunt, mit Rosmarin und Meersalz aromatisiert, anschließend lässt man sie wieder festwerden. Reste der Butter aufs Butterbrot: ziemlich rosmarinig, ziemlich salzig.
In den fertigen Plätzchen ist leider nur noch ein Hauch von Rosmarin übrig, das könnte ruhig mehr sein. Evtl. würde ich das nächste Mal noch etwas gehackte Rosmarinnadeln unter den Teig kneten, außerdem mehr Rosmarin zum aromatisieren nehmen. Ansonsten sehr feine Butterplätzchen, die im Mund zergehen mit ganz leichter Salz- und Rosmarinnote.
Ich habe ja vor nicht allzulanger Zeit schon mal Rosmarinplätzchen gebacken - diese hier schmecken allerdings noch besser, sind vom Ausstechen her allerdings zickiger. Bleibt aber noch die wirklich unstressige Variante, die Plätzchen als Bruch zuzubereiten.

Änderungen: Ich habs ein bisschen verplant: eigentlich soll brauner Zucker ins Rezept - und - gerade seh ichs.. man sollte wohl die Plätzchen damit auch noch bestreuen. Uuups. Das nächste Mal dann vielleicht ;).

Rosmarinsterne


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Rosmarinbruch
Kategorien: Plätzchen
Menge: 60 Stück

Zutaten

1 1/2ZweigeRosmarin
250GrammButter
1Teel.Feines Meersalz (etwas mehr als gestrichen)
1/2Bio-Zitrone
300GrammDinkelmehl (Type 630)
150GrammBrauner Rohrzucker (K: normaler raffinierter
-- Zucker)

Quelle

www.brigitte.de
Erfasst *RK* 04.11.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Rosmarin abspülen und trocken schütteln. Rosmarin, Butter und Salz in einem Topf etwa 1 Minute unter Rühren köcheln lassen. Vom Herd nehmen und den Rosmarin darin etwa 1 Stunde ziehen lassen. Die flüssige Butter durch ein Sieb gießen und kalt stellen, bis sie wieder fest ist. Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen und die Schale fein abreiben.

Mehl, 120 g Zucker und Zitronenschale in einer Rührschüssel mischen. Butter in Flöckchen darüber verteilen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zwischen 2 Lagen Backpapier (in Größe des Backblechs) etwa 1/2 cm gleichmäßig dick ausrollen. Dabei darauf achten, dass die Teigränder nicht zu dünn werden. Die ausgerollte Teigplatte für etwa 30 Minuten kalt stellen. Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen.

Teigplatte mit dem Backpapier auf ein Backblech ziehen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und den restlichen Zucker darüberstreuen. Auf der unteren Schiene im Ofen etwa 14-16 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, ganz abkühlen lassen und in kleinere Stücke brechen.
Der Teig lässt sich wohl auch gut ausstechen.

K: Als Ausstecher gemacht, geht so lala (gut kühlen, aber nicht zu fest ausstechen, dann funktionieren unkompliziertere Formen einigermaßen). Beim Backen aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden. Rosmaringeschmack könnte deutlicher sein, ansonsten sehr feine, fast schmelzende Plätzchen. Vom Dinkelmehl merkt man wenig. Nächstes Mal noch mehr Rosmarin nehmen bzw. länger ziehen lassen. Kein explizites Weihnachtsplätzchen.
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Donnerstag, Dezember 04, 2014

Plätzchen: Zweierlei Schnitten mit Zimtstreuseln

Plätzchenmarathon! Bald habt ihrs geschafft, aber wenn der ein oder andere noch eine Idee braucht, macht es geballt vermutlich mehr Sinn. Heute im Angebot: Knusper-Knusper-Knäuschen. Hagebuttenschnitten mit Zimtstreuseln, ebenfalls Essen und Trinken letztes Jahr (mei, war die Fotostrecke hübsch).

Das Prinzip ist einfach - Mürbteig, darauf Marmelade, darauf Zimtstreusel. Backen, in Rauten schneiden, fertig. Hat man mal seinen Frieden mit Mürbteig gemach (hm.. dauert noch ein bisschen bei mir) keine große Geschichte. Bei der Marmelade konnte ich mich nicht ganz entscheiden - ich habe im Sommer vor dem Umzug aus Johannisbeersaft noch Johannisbeer-Glühweingelee gekocht, das konnte ich mir auf den Streuselschnitten auch gut vorstellen. Also habe ich das Blech halb mit Hagebuttenmark, halb mit Glühweingelee gebacken.


Fazit: Der Geschmack vom Hagebuttenmark verschwindet beim Backen irgendwie, was ich sehr schade finde (Lena von Coconut&Vanilla empfand das wohl auch so), das Johannisbeer-Glühweingelee bleibt dominanter, was den Plätzchen gut tut.

Nach zwei, drei Tagen Durchziehen muss ich aber sagen: Schöne Knusperplätzchen ohne allzuviel Aufwand, zu denen man gerne greift.

Hagebuttenschnitten / Glühweinschnitten mit Zimtstreuseln


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Hagebutteschnitten mit Zimtstreuseln
Kategorien: Plätzchen
Menge: 80 Stück

Zutaten

H MÜRBETEIG
500GrammMehl
250GrammButter, (weich)
200GrammPuderzucker
2Eigelb, (Kl. M)
Salz
H STREUSEL UND BELAG
100GrammButter
100GrammMehl
100GrammGeschälte, gemahlene Mandeln
100GrammZucker
1Teel.Zimt
Salz
200GrammHagebuttenmark

Quelle

Essen&Trinken 11/2013
Erfasst *RK* 04.11.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

1. Für den Mürbeteig Mehl, Butter, Puderzucker, Eigelbe, 1 Prise Salz und 4 El eiskaltes Wasser mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einem flachen Stück formen und in Klarsichtfolie gewickelt 1 Stunde kalt stellen.

2. Für die Streusel Butter schmelzen. Mehl, Mandeln, Zucker, Zimt und 1 Prise Salz in eine Schüssel geben. Butter zugießen und sehr locker unterheben, sodass Streusel entstehen. Kalt stellen.

3. Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech (40 x 30 cm) geben und bis zum Blechrand ausrollen. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. Hagebuttenmark gleichmäßig auf den Teig streichen, mit den Streuseln bedecken. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Gas 2-3, Umluft 160) auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten goldbraun backen. 20 Minuten abkühlen lassen, dann mit einem scharfen Messer in 2,5 cm breite Streifen schneiden. Streifen in 4 cm lange rauten schneiden. Vollständig auf dem Blech abkühlen lassen. Haltbarkeit: 4-6 Wochen.

30 min plus Backzeit 30 Minuten plus Kühlzeit mindestens 2 Stunden

Kathi: Halb mit Hagebuttenmark, halb mit Johannisbeer-Glühweingelee gebacken, die mit Glühweingelee sind besser, der Geschmack vom Hagebuttenmark verschwindet irgendwie fast. Knusprig-fruchtige Plätzchen.
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Mittwoch, Dezember 03, 2014

Schoko-Husarenkrapferl mit Espressoganache

Unser heutiges Plätzchenthema: Schoko satt. Dunkel, im Mund zerlaufend mit cremiger Schoko-Espressocreme, so sind die Schoko-Husarenkrapferl mit Espressoganache. Mit dieser Bezeichnung darf man sich dann zwar in der Arbeit anhören "Ja kann die denn keine normalen Plätzchen backen??" aber hey - sie schmecken köstlich.

Schon letztes Jahr in Mamas Carepaket stammt das Rezept ursprünglich vom schönen, aber toten Blog Low Budget Cooking.
Dieses Jahr dann wieder bei Mama auf Instagram erblickt und spontan entschlossen: Die back ich auch noch. Das Backen ist recht unkompliziert, befüllt habe ich die Kekse einfach  mit Hilfe eines Teelöffels, nächstes Jahr sieht das dann auch so ordentlich aus wie bei den anderen.
Beim Probieren rechte Herr Kochfrosch seinen Finger ganz nach oben - wie erwartet Plätzchen ganz nach seinem Geschmack.

Achja und wer mir verrät, wieso meine Ganache nicht so schön glänzt, der bekommt ein virtuelles Krapferl :). Liegts an der Verwendung von Schokolade statt Kuvertüre? Oder was muss ich tun?

Schoko-Husarenkrapferl mit Espressoganache


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Husarenkrapfen mit Espresso-Ganache
Kategorien: Keks, Plätzchen, Weihnachten, Schokolade
Menge: 36 Stück

Zutaten

H TEIG
115GrammButter
115GrammZucker
1Eigelb
1Essl.Sahne
120GrammMehl
60GrammKakao
1/2Teel.Fleur de Sel
H GANACHE
60GrammSahne
80Gramm75% Schokolade (Petra: Kuvertüre Vollmilch-
-- Edelbitter 1:1)(K: 70% Schokolade)
1TLLösliches Espressopulver, gehäuft

Quelle

modifiziert nach
Low Budget Cooking Blog
Erfasst *RK* 05.12.2013 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Butter mit Zucker cremig rühren. Erst das Eigelb, dann die Sahne gut einarbeiten. Mit Kakao und Salz gemischtes Mehl zugeben, kurz verrühren, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig kneten, daraus zwei Rollen formen, in Klarsichtfolie wickeln und etwa 2 Stunden kalt stellen, kann auch über Nacht sein.

Von der Rolle 10 g-Portionen abschneiden, diese zu Kugeln rollen und mit dem Kochlöffelstiel Vertiefungen eindrücken.
Die Husarenkrapfen auf mit Backpapier belegte Bleche legen, nochmals kalt stellen. Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ein Blech in den Backofen schieben und die Kekse etwa 8-10 Minuten backen, bis sie eben durch sind. Das Backpapier mit den Keksen auf einen Rost ziehen, abkühlen lassen.
Für die Ganache die Schokolade hacken und in ein hitzebeständiges Schüsselchen geben. Die Sahne mit dem Espressopulver naufkochen, dann sofort auf die Schokolade gießen. 2-3 Minuten stehen lassen, dann glattrühren. Die Ganache leicht abgekühlt mit Hilfe eines Spritzbeutels (dünner glatte Tülle) oder des Dekopens in die Vertiefungen der Krapfen füllen. (K: Teelöffel)

Anmerkung Petra: sehr schokoladige, mürbe Kekse mit feiner Füllung, klasse!
K: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
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Dienstag, Dezember 02, 2014

Walnuss-Orangen-Ringe

Und weiter gehts in der Plätzchenwoche. Diesmal mit einer praktischen Verwertung für Eiweiß, die beim Plätzchenbacken ja irgendwie dauernd übrig bleiben.

In diesem Rezept (wieder Essen und Trinken) werden sie als Baiserringe mit viel Walnuss und Orange zu hübschen Ringen gebacken. Der Dekotipp sieht goldene Zuckerperlen vor, die hier im Laden waren riesig und die Inhaltsliste schrottig. Daher habe ich mein Glück mit Orangenschale probiert - klappt leider auch nicht so richtig, der feine Abrieb fällt überall hin, aber nicht gleichmäßig auf den Zuckerguss. Vielleicht wähen Ringelblumenblüten (gibts in der Apotheke ;) ) ja hübsch aus - ich hatte grad allerdings keine da und so müssen die Ringe ohne auskommen.

Optisch schön (wenn auch lang nicht so schön wie auf dem Ursprungsfoto) sind sie mir leider viel zu süß. Für mich  könnte man die Zuckermenge ruhig um ein Drittel nach unten fahren (ich denke, 200 g würden auch reichen). Ansonsten - ziemlich unkompliziert, knusprig, orangig, werden aber wohl kein Keeper auf dem Plätzchenteller - jedenfalls nicht mit dieser Zuckermenge.

Walnuss-Orangen-Ringe



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Walnuss-Orangen-Ringe
Kategorien: Plätzchen, Glutenfrei
Menge: 30 Stück

Zutaten

250GrammWalnusskerne
300GrammPuderzucker
1Bio-Orange
2Eiweiß, (Kl. M)
Salz
60GrammZucker
Goldene Zuckerperlen

Quelle

Essen&Trinken 11/2013
Erfasst *RK* 04.11.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

1. Nüsse auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Gas 2-3, Umluft 160 Grad) 8-10 Minuten rösten. Nüsse abkühlen lassen und mit 200 g Puderzucker im Blitzhacker sehr fein zerkleinern. Von der Orange 2 Tl Schale fein abreiben und zu dem Walnusspuder geben.

2. Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. Sobald die Masse halb steif ist, Zucker langsam einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Eischnee unter das Walnusspuder heben, Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle (1 cm Ø) füllen.

3. Auf 2 Bogen Backpapier 30 kreise (à 4,5 cm Ø) aufzeichnen. Backpapier wenden und Kringel mit der Walnussmasse in die Kreise spritzen. 20 Minuten trocknen lassen und im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad (Gas 1-2, Umluft 140 Grad) 10 Minuten goldbraun backen. Backpapier sofort vom Backblech ziehen und die Kringel abkühlen lassen.

4. Von der Orange 2-3 El Saft auspressen und mit dem restlichen Puderzucker glatt rühren. Zuckerguss in einen Einwegspritzbeutel geben, vom Beutel eine kleine Spitze abschneiden und die Kringel damit verzieren. Mit Goldperlen bestreuen und trocknen lassen. Haltbarkeit: 4-6 Wochen.

Kathi: Leider viel zu süß. Zuckermenge evtl. auf 200 g reduzieren. Keine Goldperlen zum Verzieren, Orangenschale funktioniert nicht wirklich. Evtl. Calendulablüten?
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Montag, Dezember 01, 2014

Plätzchensaison 2014: Schokoheidesand

Es geht loohos. Ein bisschen später als anderswo, dafür sehr gedrängt. Ich habe am Samstag nachmittag 5 Sorten Plätzchen gebacken, ich bin selbst erstaunt von mir. Da ich mich dieses Jahr für fast nur Unbekanntes entschieden habe, stelle ich sie euch nach der Reihe vor.


Den Anfang macht Schokoheidesand aus der Essen und Trinken von letztem Jahr (wir werden sehen, meine Hauptinspirationsquelle).
Schon ein paar Tage vorher habe ich die für Heidesand so wichtige braune Butter gemacht: Hier wird sie noch mit Vanille und Orangenschale aromatisiert und ich kann euch sagen - das riecht einfach umwerfend gut.

Mit der Heidesandverarbeitung hab ichs ja nicht so sehr, hier ging es einigermaßen. Ich habe die Würste einfach wirklich gut und eng in Frischhaltefolie gewickelt, nach längerer Kühlzeit (sie lagen über einen Tag im Kühlschrank..) ließen sich gut Scheiben abschneiden. Die werden dann mit Ei-Milchmischung bepinselt und in Muscovadozucker gewälzt, das gibt eine schöne crunchy Zuckerkruste. Im Teig ist ebenfalls Muscovado und gibt dem fertigen Plätzchen eine schöne Karamellnote.

Nach dem Backen der erste Test: Schmilzt im Mund, herb-karamellig mit feinem Orangenaroma. Genau mein Ding, Herr Kochfrosch ist eher so mittelbegeistert. Für mich vielleicht die besten dieses Jahr.

Schokoheidesand



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Heidesand
Kategorien: Plätzchen
Menge: 45 Stück

Zutaten

H TEIG
200GrammButter
1Vanilleschote
1Teel.Fein abgeriebene Bio-Orangenschale
120GrammMuscovado-Zucker, (ersatzweise brauner Zucker)
Salz
250GrammMeh
20GrammKakaopulver
3Essl.Schlagsahne
H KRUSTE
1Eigelb, (Kl. M)
1Essl.Milch
60GrammMuscovado-Zucker

Quelle

Essen&Trinken 11/2013
Erfasst *RK* 04.11.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

1. Für den Teig die Butter langsam zerlassen. Vanilleschote längs einritzen und das Mark herauskratzen. Vanillemark und Orangenschale zur Butter geben und offen bei mittlerer Hitze leicht bräunen lassen. In eine Schüssel füllen, abkühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen, bis sie wieder fest ist.

2. Butter, Zucker und 1 Prise Salz mit dem Schneebesen der Küchenmaschine (oder den Quirlen des Handrührers) 5 Minuten cremig aufschlagen. Mehl, Kakao und Sahne unterkneten. Teig zu 3 Rollen (à ca. 20 cm länge) formen und abgedeckt über Nacht kalt stellen.

3. Für die Kruste Eigelb und Milch verquirlen, die Rollen rundum mit der Eimischung bestreichen, dann im Zucker wälzen. Rollen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf mit Backpapier belegte Backbleche legen. Nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad (Gas 2-3, Umluft 170 Grad) auf der 2. Schiene von unten 10-12 Minuten backen. Auf den Blechen abkühlen lassen. Haltbarkeit: ca. 4 Wochen.

Kathi: Butter schon einige Tage vorher gemacht (riecht köstlich!), Teigrollen über einen Tag lang kalt gestellt. Köstliche Plätzchen mit leicht herbem-karamelligem Geschmack und feinem Orangenaroma.
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Und das kommt dann noch.. nur die Butter-Zimt-Schnecken, die sind alte Bekannte.


Donnerstag, November 27, 2014

Weißes Kaffeemousse mit Johannisbeer-Himbeer-Coulis

Heute wird mal eine ziemlich seltene Rubrik hier befüllt: Nachtisch. Nicht, dass ich nicht gern welchen essen würde - nur für zwei Leute mach ich mir die Mühe meist nicht, dann gibts halt ein Stückchen Kuchen hinterher oder so. Drum bin ich auch nicht gerade der Dessertheld.. zu meinem Geburtstag wollte ich dann aber doch noch etwas anderes als Kuchen aufs Buffet stellen. Also halte ich mich an meine verlässlichste Rezeptquelle: Mama ;).

Ausgesucht habe ich mir ein weißes Kaffeemousse mit herrlich säuerlich-aromatischem Coulis aus Johannis- und Himbeeren. Sowohl Mousse als auch Coulis lassen sich problemlos am Vortag machen, kurz vor dem Servieren habe ich dann die dicke Sauce auf das Mousse gelöffelt. Was für ein Genuss. Die Geschmackskombination Kaffee und Johannisbeere mag ich sehr - kommt hier perfekt raus.


Eigentlich wollte ich für die Herstellung des Mousses Agar-Agar verwenden, habe mich dann aber doch nicht getraut (Agar Agar muss ja kochen und geliert dann recht flott, damit hätte ich das Rezept etwas abändern müssen und das war mir bei doppeltem Ansatz dann einfach etwas heikel.). Ich teste das mal für uns und dann berichte ich. Der allererste Versuch Panna Cotta mit Agar Agar endete in einer Art Panna Wackelpudding, das hätte mich dann doch nah an einen Nervenzusammenbruch gebracht, das wollt mir ersparen ;).
Ganz so perfekt wie bei Mama sind sie zwar nicht geworden, bei mir gab es auf einigen Mousses eine leichte "Zweiteilung" zwischen Schaum und Mousseschicht - war im  Halbdunkel aber sowieso nicht zu sehen und geschmacklich gab es keinerlei Einbußen (ich hab dem armen Herrn Kochfrosch nur einen ganzen Abend die Ohren vollgejammert).

Also - wer noch ein schönes Dessert fürs Weihnachtsessen sucht - kann ich nur empehlen!

Weißes Kaffeemousse mit Johannisbeer-Himbeer-Coulis


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Weiße Kaffeemousse mit Johannisbeer-Himbeer-Coulis
Kategorien: Dessert, Mousse, Kaffee, Likör, Früchte
Menge: 6 bis 7 Personen

Zutaten

25GrammKaffeebohnen
350mlSchlagsahne
150GrammWeiße Kuvertüre oder weiße Schokolade
2BlätterGelatine
1Ei
1Eigelb
35GrammPuderzucker
20mlBaileys (oder Kahlua)
H JOHANNISBEERCOULIS*
250GrammJohannisbeeren (TK, aufgetaut) sowie
100GrammHimbeeren; nach Belieben
50mlCassis (Schwarzer Johannisbeerlikör)
50GrammPuderzucker; gesiebt, mehr nach Geschmack
1Essl.Honig

Quelle

Mousse modifiziert nach
Anzeige Baileys in Saisonküche
Coulis modifiziert nach Lafer
Erfasst *RK* 22.03.2014 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Kaffeebohnen in 150 ml Sahne erwärmen und bei kleiner Hitze 15 Minuten ziehen lassen.
Sahne absieben, zurück in den Topf geben. Schokolade darin bei kleinster Hitze schmelzen lassen. Gelatine einweichen, im Kaffee- Rahm auflösen.

Ei, Eigelb und Zucker mit einem Rührgerät zu einer luftig-cremigen Masse rühren. Kaffee-Rahm langsam darunter rühren. Masse mit Baileys parfümieren. Restlichen Rahm steif schlagen und darunter heben. Mousse in Gläser (P: kleine Weckgläschen) verteilen. Im Kühlschrank mindestens 2 Stunden fest werden lassen.

Für die Sauce die Johannisbeeren (bis auf ein paar zum Garnieren) mit Likör, Puderzucker und Honig pürieren und durch die Flotte Lotte drehen (K: Mischung Johannis- und Himbeeren mit Cassis und etwas Puderzucker auftauen lassen, durch ein feines Sieb streichen).

Zum Servieren die Sauce in eine Spritzflasche füllen und auf der Mousse verteilen. (K: Sauce mit einem Löffel darauf verteilt).

Anmerkung Petra: geniales Dessert, frisch-fruchtig durch die Johannisbeer-Himbeer-Sauce! Lässt sich gut am Vortag zubereiten, Coulis dann vor dem Servieren aufspritzen.
*Sauce ist mehr als benötigt, schmeckt aber auch in Joghurt oder auf Eis

Kathi: Doppeltes Rezept zu meinem Geburtstag gemacht: Reich für 12 kleine Servierweckgläser, 10 etwas größere (beide von Anna) und 2 zusätzliche Restgläser! Mousse hatte teilweise eine leichte Zweiteilung zwischen Schaumschicht und Mousse, fiel aber nur bei genauem Hinsehen und geschmacklich gar nicht auf. Köstlich und sehr gut vorzubereiten.
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Dienstag, November 18, 2014

Rucola-Fenchel-Linsensalat und Mamas Kartoffelgratin

Bei manchen Gerichten fällt es mir als Wenig-Fleischesserin eher schwer Kombinationen zu finden, die passen. Oft sind das klassische Beilagen, die ich aus meiner Kindheit kenne und liebe - nur koch ich anders und so gut wie nie den "Dreiklang Fleisch/Beilage/Sauce". Kartoffelgratin zählt dazu. Dabei liebe ich Mamas Kartoffelgratin! Kein Käse, würzig, oben knusprig, unten cremig - zum Reinlegen.

Wie praktisch, als ich letztens beim Durchblättern von HFWs Täglich vegetarisch (ich kann nichs dafür, das lag in der Küche. Irgendwann koch ich auch mal wieder andere Rezepte - versprochen!) als Anmerkung bei seinem Kartoffelgratin las: Dazu passt perfekt Rucola-Fenchel-Linsensalat. Ok, wird getestet. Und ich muss ihm beipflichten - das passt! Nur beim Kartoffelgratin, da bleib ich beim Familienrezept - sorry Hugh.


Der Salat kommt knackig-würzig-frisch daher und gefällt mir richtig gut - grad im Spätherbst/Winter, wenn Tomaten und Gurken nur fad und wässrig schmecken.
Weil ich die ganze Menge an Linsen und Fenchel für den Salat gemacht habe, wir aber nur zu zweit sind gabs am nächsten Tag auch gleich nochmal eine Abwandlung: Etwas Feldsalat zum Rucola gemischt, darauf der Fenchel und zusätzlich Orangenfilets, Avocado und geröstete Sonnenblumenkerne, ins Dressing darf noch etwas Orangensaft. Ebenfalls sehr gut. Das Rezept wäre damit dann aufgenommen ins Standardwinterrepertoire.

Rucola-Fenchel-Linsensalat und Mamas Kartoffelgratin


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Rucola-Fenchel-Linsen Salat
Kategorien: Salat, Vegan, Vegetarisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

125GrammPuy Linsen (K: Beluga Linsen)
1Lorbeerblatt
1/2klein.Zwiebel (K: Schalotte)
EinigeStängel Petersilie, falls zur Hand
1groß.Oder 2 kleine Knollen Fenchel
75GrammRucola; ca.
H DRESSING
2Teel.Dijonsenf
1Zitrone, unbehandelt: Schale und 2 EL Saft
120mlOlivenöl
1PriseZucker
Salz
Pfeffer

Quelle

Hugh Fearnley Whittingstall - Täglich vegetarisch
Erfasst *RK* 18.11.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Linsen zusammen mit der geschälten halben Zwiebel, ggf. den Petersilienstängeln und dem eingeschnittenen Lorbeerblatt 30 Minuten (oder nach Packungsanweisung) gar kochen. Abgießen, Würzzutaten beiseite stellen.

Für das Dressing alle Zutaten in ein Schraubglas füllen und gut schütteln. Die noch warmen Linsen mit etwa der Hälfte des Dressings vermischen und abkühlen lassen. Abschmecken und ggf. noch mehr Zitronensaft zugeben.

Den Fenchel putzen, dabei die zähe äußerste Schicht entfernen (außer wenn der Fenchel sehr jung und frisch ist). Die Knollen senkrecht halbieren und in möchst dünne Scheiben schneiden (K: nicht senkrecht halbiert, einfach gehobelt).
Rucola putzen und trocken schleudern.

Etwa zwei Drittel der Linsen in tiefe Teller geben, mit Rucola und Fenchel bestreuen und mit dem restlichen Dressing beträufeln. Die restlichen Lisen daraufstreuen.

K: Knackiger, würziger Salat, der uns ganz hervorragend als Beilage zu Kartoffelgratin geschmeckt hat. Ganze Menge Linsen gekocht und die Hälfte am nächsten Tag für eine Abwandlung verwendet:

Feldsalat und Rucola vermischen, darauf restliche Fenchelhobel und Linsen, darauf 1 Avocado in Scheiben und 1 filetierte Orange anrichten. Dressing wie oben, zusätzlich aufgefangenen Orangensaft eingerührt. Zum Schluss noch eine Handvoll geröstete Sonnenblumenkerne darübergestreut - köstlich!
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelgratin
Kategorien: Beilage, Kartoffel
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

1,2kgGute Kartoffeln
Salz
Pfeffer
250mlSahne
250GrammSchmand
Butter für die Form

Quelle

Menü des Monats
GBV Geiersthal
April 2004
erfasst von Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen und in etwa 2 mm dünne Scheiben schneiden, das geht am besten auf der Aufschnittmmaschine. Eine flache Gratinform (z.B. 23x28 cm) ausbuttern, dann die Kartoffelscheiben dachziegelartig hineinlegen, dabei jede Schicht kräftig salzen und pfeffern. Es dürfen nicht zu viele Schichten sein, maximal 3-4.

Sahne und Schmand miteinander verrühren und über die Kartoffeln gießen. Die Kartoffeln sollen gerade eben bedeckt sein.

Die Form in den auf 200°C vorgeheizten Ofen schieben und etwa 1 Stunde garen, die Kartoffeln gar sind und bis die Oberfläche leicht bräunt.

Kathi: Mit ges. 1,2 kg Kartoffeln gemacht, sehr dünn gehobelt(habs aber auch schon mit einem scharfen Messer geschnitten), in die große Le Creuset Form geschichtet ergibt das 3-4 Schichten. 50 g weniger Schmand genommen. Ergebnis genau wie bei Mama: köstlich!! Teil der Kartoffeln kann z.B. auch gut durch Kohlrabi ersetzt werden.
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Donnerstag, November 13, 2014

Wirsingwickel

Manchmal, da gibts so Gerichte, die sind ein bisschen wie aus einer anderen Zeit. Rouladen oder so. Können grad schwer mit Burgertürmen mithalten (ähäm, auch optisch jetzt eher nicht so). Aber manchmal hat man einfach Lust drauf. In meinem Fall erweckte ein Rezept von Hugh-Fearnley Whittingstall aus seinem Täglich vegetarisch mein Interesse:

Eine würzige Füllung aus Dinkel (mag ich gern, man kann aber auch Reis, Kritharaki oder Graupen nehmen), Walnüssen, Korinthen und Petersilie, liebevoll eingepackt in Wirsing, dazu eine kräftige Tomatensauce und ein paar Kleckse Sauerrahm. Herrlich nach einem langen, ausgedehnten Herbstspaziergang und gerade richtig, wenn die Tage etwas usseliger werden. Dann knipst man in der Küche das Gemütlichlicht an, schenkt den Köchen schonmal ein Glas Rotwein ein und macht sich schöne Musik oder einen interessanten Podcast (aktueller Kochpodcast im Hause Kochfrosch: BBC Radio 4 - Germany: Memories of a Nation, sehr interessant und empfehlenswert!) dazu an. Hachja..

Zurück zum Essen: Einzige Empfehlung meinerseits: Mehr Tomatensauce! Ich habe die restlichen Wickel am Folgetag in etwas von Michas ofengerösteter Tomatensauce aufgewärmt und kann euch versichern: Daumen hoch! Also am besten gleich mehr kochen.

 Wer ab und an Lust auf Bodenständiges mit einem kleinen Twist hat - nur zu, lasst euch nicht vom Foto abschrecken (der Hugh, der hat das schlauer gemacht und vor dem Backen fotografiert!) ;).

Wirsingwickel


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Wirsingwickel
Kategorien: Vegetarisch, Herbst, Wirsing
Menge: 4 Portionen

Zutaten

12Der äußeren Blätter von einem großen Wirsingkohl
4Essl.Sauerrahm (+ etwas mehr als Garnitur)
H TOMATENSAUCE
2Essl.Olivenöl
1Zwiebel, gehackt
1Lorbeerblatt
EinigeZweige Thymian
1Karotte, geschält, gehackt
1StangeSellerie, gehackt
2Knoblauchzehen, fein gehackt
400GrammGeschälte Tomaten aus der Dose
1PriseZucker
Salz
Pfeffer
H FÜLLUNG
120GrammReis, Dinkel oder Graupen (K: Dinkel)
1Essl.Olivenöl
1Zwiebel, gehackt
2Knoblauchzehen, fein gehackt
50GrammKorinthen
50Walnüsse, gehackt
1Zitrone: Schale, fein abgerieben
1BundPetersilie, gehackt
1HandvollDill, gehackt
1/2Teel.Chiliflocken
1groß.Ei, leicht verschlagen

Quelle

Hugh-Fearnley Whittingstall - Täglich vegetarisch
Erfasst *RK* 13.11.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Zuerst die Tomatensauce bereiten (K: am besten gleich verdoppeln): Das Öl in einem Topf bei mittlerer bis schwacher Hitze erwärmen, Zwiebel, Lorbeer (am besten vorher das Blättchen etwas einschneiden) und Thymian 10 Min. dünsten, bis die Zwiebel weich wird. Karotte und Sellerie hinzufügen und weitere 5 Minuten dünsten. Dann Knoblauch für 1 Minute mitbraten. Tomaten dazu, mit Salz, Pfeffer und ggf. Zucker würzen. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Dicke Rippen der Kohlblätter mit dem Gemüseschäler abhobeln. In einem Topf leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und die Blätter ca. 2-3 Minuten blanchieren. Unter kaltem Wasser abschrecken und abtupfen.
Für die Füllung Dinkel oder was auch immer nach Packungsanweisung garen. Olivenöl erhitzen, Zwiebel andünsten, aber nicht anbräunen, Knoblauch dazu und 1 Minute weiterbraten. Mit Dinkel, Korinthen, Walnüssen, Chili, Zitronenschale und Kräutern vermischen. Kräftig abschmecken. Das Ei unterrühren.

In die Mitte der blanchierten Kohlblätter einen guten Esslöffel Füllung setzen, die Seiten nach innen einschlagen und vom Stängelende her aufrollen. Mit der Verschlussseite nach unten in eine Auflaufform setzen. (K: Ich würde hier schon einen Spiegel Tomatesauce vorlegen). Die Tomatensauce über den Wickeln verteilen, mit etwas Sauerrahm betupfen und pfeffern. Im Ofen 30 - 35 Minuten backen. Nach Geschmack mit saurer Sahne servieren.

K: Schönes herbstliches Essen, würzige Füllung. Für meinen Geschmack mehr Tomatensauce! Schmecken auch aufgewärmt noch gut.
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Dienstag, November 04, 2014

Kartoffel-Möhren Curry und blättrige Fladenbrote

Herr Kochfrosch wünschte sich Curry. Ich gab ihm den Tipp, doch mal bei Foodfreak vorbeizugucken - hier gibt es eine große Auswahl an Gerichten aus dem indisch-asiatischen Raum.

Herausgesucht hat er sich dann Aloo Gajar Vepudu - ein Möhren-Kartoffelcurry. Anders als die Currys, die man/wir bislang so kannten ein ziemlich trockenes Gericht, dafür mit viel Gewürzen (Curryblätter ließen sich hier leider keine auftreiben, bei den Senfsamen konnte der Arbeitgeber aushelfen ;) ). Interessant fand ich das Mitbraten von halben gelben Linsen als "Gewürz" - die geben Biss und Crunch.


Petra erwähnte, dass sie eigentlich Raita dazumachen wollte, das habe ich dann auch getan (Sahnejoghurt, geraspelte, ausgedrückte Gurke, geröstete, gemörserten Kreuzkümmel, etwas Zitrone, Salz, Knoblauch, Koriander) - das vermischt sich hervorragend mit dem Curry und ergibt zusammen dann wirklich ein perfektes Paar. Ohne wäre mir das Curry zu trocken gewesen.

Dazu habe ich mir ein Fladenbrotrezept herausgesucht, was ich ebenfalls bei Foodfreak gefunden habe: Malabar Paratha - ein feinblättriges, buttriges Brot, das direkt in der heißen Pfanne gebacken wird (genau wie bei diesem sehr viel einfacheren Rezept hier). Das besondere hier ist, dass die Fladen mit zerlassenem Ghee bestrichen und anschließend aufgerollt, nochmal gewickelt und wieder ausgerollt werden. So bekommt man schöne buttrige Schichten in den Teig. Zum Schluss soll man die Fladen in der Pfanne nochmal mit Ghee bestreichen.. tja, das ist mir im Eifer des Gefechts irgendwie entgangen. Sie schmeckten auch so ganz hervorragend.


Vielen Dank an Foodfreak für die schönen Rezepte und die guten Tipps drumrum!
Die Fotos sind eher dokumentarischen Zwecks und vom Tag danach - wir essen ja abends und da wirds zur Zeit ja schon wieder so früh dunkel...

Kartoffel-Möhren-Curry mit blättrigem Fladenbrot


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Möhren-Curry - Aloo Gajar Vepudu
Kategorien: Curry, Vegan, Vegetarisch, Indien
Menge: 3 Portionen

Zutaten

H SCHRITT 1
2Getrocknete rote Chilis (K: 3 getrocknete Chilis)
1Knoblauchzehe, zerdrückt
2Essl.Gelbe halbe Erbsen/Linsen (K: halbe gelbe Linsen)
2Teel.Kreuzkümmelsamen
1Essl.Schwarze Senfsamen
EinigeCurryblätter (K: hatte ich nicht)
2-3Essl.Pflanzenöl
H SCHRITT 2
450GrammKartoffeln, geschält gewogen
350GrammMöhren, geschält gewogen
1Essl.Scharfes Paprikapulver
1/4Teel.Kurkuma
Salz
Scharfes Currypulver, nach Wunsch (K: King
-- Roasted Curry Powder)
1/2Zitrone, Saft
1HandvollKoriandergrün, grob durchgehackt

Quelle

adaptiert nach Kalyani's Platter via www.foodfreak.de
Erfasst *RK* 04.11.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Mühren und Kartoffeln in Würfel von ca. 1×1 cm schneiden. Kartoffelwürfel bis zur Verwendung mit Wasser bedecken. Alle Gewürze für Schritt 1 bereit stellen.

Öl in einem großen breiten Topf mit Deckel erwärmen. Die Zutaten für Schritt 1 darin nach und nach einzeln anrösten, in der Reihenfolge Chilis, Hülsenfrüchte, Kreuzkümmel, Senfsamen (Deckel auflegen!), Knoblauch und zum Schluss die Curryblätter. Kartoffeln, Möhren, Kurkuma und eine kräftige Prise Salz zufügen, gut umwenden, dann bei geschlossenem Deckel auf mittlerer Hitze ca. 5 Minuten rösten lassen. Den Deckel abnehmen. Unter gelegentlichem Rühren die Gemüsewürfel braten bis sie anbräunen (und eben so gar sind). Das Paprikapulver darüber streuen, umrühren, Zitrone darüber sprenkeln. Alles zwei Minuten garen lassen, dann mit Salz und ggf. scharfem Curry abschmecken. Die Korianderblättchen untermischen, das Curry in eine Servierschale umfüllen. Mit Raita und Reis oder Fladenbroten (Roti, Paratha) servieren.

K: Sehr würziges Curry, kaum Flüssigkeit. Evtl beim Garen etwas Brühe o.ä. zugeben, unser Gemüse war noch recht fest. Dazu unbedingt Gurkenraita servieren - wäre uns ohne zu trocken gewesen. Gute Schärfe. Mit Raita und Blättrigen Parathas ein super indisches Abendessen!
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Blättrige Indische Fladenbrote - Malabar Para(n)tha
Kategorien: Brot, Indien, Fladenbrot
Menge: 6 Stück

Zutaten

3Tassen(cups) Mehl Type 550, plus Mehl zum Bearbeiten
2Teel.Backpulver
1Teel.Grobes Meersalz
2Essl.Ghee, zerlassen
1/2Tasse(cup) Buttermilch, zimmerwarm
1Tasse(cup) warmes Wasser
Sowie
Ghee, flüssig, zum Einpinseln

Quelle

660 Curries, Raghavan Iyer via www.foodfreak.de
Erfasst *RK* 04.11.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Flüssiges Ghee darübersprenkeln, einarbeiten, dann die übrigen Teigzutaten nach und nach zugeben, kneten, nach Bedarf noch Mehl (oder Wasser) zugeben bis ein glatter weicher Teig entstanden ist, gründlich durchkneten lassen, mit einem Tuch abdecken, 30 Minuten stehen lassen.
Teig auf der Arbeitsfläche zu einer langen Rolle formen, diese in 6 Stücke zerteilen, jedes Stück zu einer Kugel formen und (mit Klarsichtfolie bedeckt, habe ich nicht gemacht) beiseite stellen. Hier habe ich die Arbeitsfläche gut bemehlt, dann entsteht eine geschmeidige, relativ weiche Rolle, die sich aber gut in Stücke teilen lässt.
Eine Teigkugel nehmen, zu einem runden Fladen von ca. 20-25 cm Durchmesser ausrollen. Iyer erwähnt extra dass die Oberfläche frei von Rissen sein soll, aber der Teig war bei mir so geschmeidig dass da gar keine Gefahr bestand. Dünn mit dem flüssigen Ghee einpinseln, dann zu einer 'Zigarre' aufrollen. Den so entstandenen Teigstrang zu einer engen Schnecke wickeln.
Hier habe ich mich erneut nicht genau an die Vorlage gehalten - Iyer macht erst alle Fladenbrote komplett einzeln fertig und bewahrt sie zwischen Schichten von Wachspapier auf, ich habe erst mal alle 6 Schnecken gemacht, das ist aber tendenziell Kleinkram. (K: genauso wie Petra verfahren).
Die Schnecken mit der Hand flachdrücken, und dann erneut zu Fladen von 20-25 cm Durchmesser ausrollen.

In einer sehr (!) heissen trockenen Pfanne die Brote einzeln von jeder Seite ca. 2-3 Minuten backen bzw. bis sich dunkle Stellen bilden. (K: gusseiserne Pfanne) Am Ende die Oberseite ganz dünn erneut mit Ghee bepinseln, wenden, 30 Sekunden braten und dabei die andere Seite einpinseln, nochmal die gebutterte Seite 30 Sekunden braten lassen, aus der Pfanne nehmen und warm halten (Iyer macht das durch Schichten in Alufolie), während man die übrigen Brote brät. (K: geht dann ziemlich schnell, das erneute Bepinseln mit Ghee habe ich vergessen..)

K: Das Ergebnis ist ein feinblättriges, buttriges Fladenbrot, super zu Currys. Fladenbrote nicht zu groß machen, damit ich sie noch in die gusseiserne Pfanne bekomme - lieber ggf. Teig in 8 kleinere Stücke teilen. Schmecken nach Aufbewahrung in Alufolie auch getoastet zwei Tage danach noch super!
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Freitag, Oktober 17, 2014

Zwiebelkuchenzeit!

Frühherbst ist Federweißerzeit - Und dazu gabs dieses Jahr endlich mal ganz traditionell Zwiebelkuchen, sonst werden hier im Hause Kochfrosch eher Flammkuchen gebacken.

Ich habe mir dafür das Rezept aus Deutschland vegetarisch* (hier vor einem Jahr schon vorgestellt) vorgenommen, das Buch ist übers Jahr schändlicherweise etwas in Vergessenheit geraten.. höchste Zeit das zu ändern, denn der Kuchen hat uns ganz hervorragend geschmeckt.

Der Teig geht langsam über Nacht im Kühlschrank - das macht ihn wirklich schön locker und feinporig. Ich hatte erst etwas Bedenken ob der doch recht großen Menge an Hefe, die schmeckt aber überhaupt nicht vor. Der Teig selbst ist auch recht schnell zusammengeknetet, kann man sich auch noch gut am Vorabend dazu motivieren.

Der Belag wird durch Kümmel und Bergkäse (in unserem Fall Comté, gab keinen ordentlichen Allgäuer Bergkäse hier.. tun wir was für die deutsch-französische Freundschaft!) würzig, durch Apfelsaft und die geschmorten Zwiebeln süßlich und der Majoran gibt nochmal eine extra Note. Wir hätten uns reinlegen können.
Wir haben das ganze Blech gebacken und so gab es noch ein paar Tage Reste. Auf die Hand, aufgewärmt zu einem grünen Salat, in der Mittagspause.. nur zu empfehlen. Geht bestimmt auch gut auf einem herbstlichen Buffet, dazu den Kuchen einfach in kleine Quadrate schneiden.
Als Variante könnte man auch einen Sauerkrautkuchen daraus backen - klingt interessant, das merken wir uns dann mal fürs nächste Mal vor.

Zwiebelkuchen


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Zwiebelkuchen (Deutschland vegetarisch)
Kategorien: Herbst, Vegetarisch
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

H TEIG
30GrammFrische Hefe
1Teel.Zucker
2Essl.Sonnenblumenöl
1Teel.Salz
350GrammMehl (Type 405)
Mehl für die Arbeitsfläche
H BELAG
3Essl.Sonnenblumenöl
800GrammGemüsezwiebeln
1Teel.Kümmelsaat
Pfeffer
Salz
1Essl.Zucker
200mlApfelsaft
2Eier
100GrammAllgäuer Bergkäse (K: Comté)
200GrammSaure Sahne
1Essl.Kartoffelmehl (K: Maisstärke)
4ZweigeMajoran oder 1/2 TL getrockneten Majoran

Quelle

Stevan Paul, Katharina Seiser - Deutschland vegetarisch
Erfasst *RK* 17.10.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für den Teig:
Hefe unter Rühren in 200 ml lauwarmem Wasser mit 1 TL Zucker ganz auflösen. Mit 2 EL Sonnenblumenöl und 1 TL Salz zum Mehl geben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig auf einer leicht mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche 5 Minuten kräftig durchkneten. Teig in einer Plastikschale mit Deckel über Nacht im Kühlschrank gehen lassen (das macht ihn schön locker und feinporig, die Vorbereitung lohnt sich - K: Teig Fr. mittag gemacht, Kuchen Sa abend gebacken, Teig war hervorragend!)

Für den Belag:
Für die Zwiebelmischung Zwiebeln in feine Streifen schneiden. 3 EL Sonnenblumenöl in einem Bräter erhitzen. Zwiebeln mit Kümmel hineingeben, mit Salz, Pfeffer und 1 EL Zucker würzen und bei mittler Hitze 15 Minuten hellbraun schmoren (K: wurde bei mir nicht hellbraun). Mit Apfelsaft ablöschen und kurz kochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Zwiebelgemüse beiseite stellen und abkühlen lassen.

Käse reiben, Eier mit saurer Sahne und Kartoffelmehl glatt rühren und mit den abgekühlten Zwiebeln und dem Käse vermengen. Majoranblättchen abzupfen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.
Die Zwiebelmischung kann auch schon vorab zubereitet werden und über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer leicht mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 30x45 cm ausrollen. Auf ein Blech mit Backpapier legen und rundherum einen Rand formen. Zwiebelmasse gleichmäßig darauf veteilen. Im heißen Ofen bei 220°C auf der ersten Schiene von unten 25-30 Munten backen. Wenn gewünscht mit frischen Majoranblättchen dekorieren.

Dazu passt: Apfelmost, Cidre, Apfelsaft oder Federweißer Man kann den Kuchen auch als Sauerkrautkuchen backen - die Zwiebeln dafür einfach mit 500 g gut ausgedrücktem und klein geschnittenem Sauerkraut ersetzen.

K: Der Zwiebelkuchen hat uns hervorragend geschmeckt. Ich bin ja sonst kein Kümmelfan, aber passt das wirklich gut. Schöne Kombi aus süß-würzig. Schmeckt auch kalt oder wiederaufgewärmt sehr fein. Gut vorzubereiten.
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